Ahmad Schah Massoud

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QuellenbasiertAufsteigend
Lebte 1953–2001, im Alter von 48
PolitikerPolitiker
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    Präsenz über Sprachen hinweg
  • Epoche
    1953–2001
    Alter 48
  • Bekannt für
    Massoud the Afghan
    1998
Zusammenfassung
Aktualisiert 08.09.2026

Ahmad Schah Massoud (persisch احمد شاه مسعود, auch Ahmed Schah Massud, englische Umschrift Ahmad Shah Massoud; * 1. September 1953 in Pandschschir; † 9. September 2001 in Tachar) war ein afghanischer Mudschaheddin-Kämpfer. Er war der Anführer des afghanischen Widerstands gegen die Taliban. Ende 2001 wurde er zum „Nationalhelden der afghanischen Nation“ ernannt, Kritiker lasteten ihm hingegen Menschenrechtsverletzungen an. Massoud, der der Volksgruppe der Tadschiken angehörte, war ein tiefgläubiger Muslim und überzeugter Gegner extremistischer (u. a. wahabitischer) Interpretationen des Islams, wie sie die Taliban, al-Qaida oder das saudische Königshaus verfolgen. Massoud, ein Sunnit, trug stets ein Buch des al-Ghazālī bei sich. Für seine Anhänger war er nicht nur militärischer Anführer, sondern auch Lehrer und religiöses Vorbild. Sie nennen ihn auch Āmer Sāheb-e Schahīd (freie deutsche Übersetzung: „[Unser] geliebter Befehlshaber [und] Märtyrer“). Massoud spielte eine Hauptrolle beim militärischen Rückzug der Sowjetunion aus Afghanistan, was ihm den legendären Namen „Löwe von Pandschschir“ einbrachte. Das Wall Street Journal nannte ihn auf seinem Titelblatt: „Der Afghane, der den Kalten Krieg gewann“. Nach dem Abzug der Sowjetarmee und dem Fall des kommunistischen Regimes 1992 wurde Massoud durch die Peschawar-Abkommen, einen Friedensvertrag verschiedener afghanischer politischer Parteien, zum Verteidigungsminister in der Regierung von Präsident Burhānuddin Rabbāni ernannt. Der Milizenführer Gulbuddin Hekmatyār, der unter der Kontrolle des pakistanischen Geheimdienstes ISI stand und nach diktatorischer Macht strebte, startete jedoch mit Hilfe Pakistans einen jahrelangen Krieg in der Hauptstadt Kabul. Da Hekmatyār erfolglos blieb, wandte sich Pakistan 1994 den Taliban zu, die Anfang 1995 eine militärische Offensive starteten und Kabul nach mehrmonatiger Belagerung im September 1996 eroberten. Massoud zog sich in den Norden Afghanistans zurück. Unter seiner Führung wurde die Vereinte Front zu einer nationalen militärisch-politischen Widerstandsbewegung gegen die Taliban, der Vertreter aller Ethnien Afghanistans (Tadschiken, Paschtunen, Usbeken, Hazara, Turkmenen und andere) angehörten. Zwischen 400.000 und 1.000.000 afghanischer Zivilisten flohen vor den Taliban in die von ihm kontrollierten Gebiete. Kurz nach dem tödlichen Attentat auf Massoud, der die Demokratie als die einzige Staatsform ansah, um Afghanistan dauerhaft Frieden bringen zu können, stürzte die Vereinte Front schließlich Ende 2001 mit amerikanischer Luftunterstützung das Talibanregime in Kabul und errichtete eine Übergangsregierung, die bis zu den demokratischen Wahlen im Jahr 2004 regierte.

Voice

In ihren eigenen Worten

Belegte, datierte Zitate von Ahmad Schah Massoud

Ahmad Schah Massoud
sagte
The behavior of the Taliban as well as their extremist attitudes do not correspond in any way with a tolerant Islam.
Meeting with European legislators (11 June 2000).
Ahmad Schah Massoud
sagte
It has always been our deep conviction, and we have always stressed the fact that the only solution for Afghanistan is democracy through elections.
Meeting with European legislators (11 June 2000).
Ahmad Schah Massoud
sagte
I am ready to serve the people of Afghanistan, particularly in order to restore peace. I will be ready to assume any duty at the service of my people.
Meeting with European legislators (11 June 2000).
Ahmad Schah Massoud
sagte
Afghans want to regain their right to self-determination through a democratic or traditional mechanism acceptable to our people.… We are willing to move toward this noble goal.
"Message to the people of the United States of America" (1998).
Ahmad Schah Massoud
sagteundated
I am afraid to die sometimes, but God is the one to decide when a person dies. I want to live to the fullest until then.
As quoted in Massoud's Smile, by Hiromi Nagakura
In Zahlen

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Quellen