Wolfram von Richthofen

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Lebte 1895–1945, im Alter von 50
Sonstiges
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  • Epoche
    1895–1945
    Alter 50
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    12
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Zusammenfassung
Aktualisiert 08.06.2026

Wolfram (genannt Ulf) Karl Ludwig Moritz Hermann Freiherr von Richthofen (* 10. Oktober 1895 in Barzdorf im Kreis Striegau; † 12. Juli 1945 in Bad Ischl) war ein deutscher Jägerpilot im Ersten Weltkrieg, in der Zeit der Weimarer Republik ein Heeresoffizier der Reichswehr sowie später, während der Zeit des Nationalsozialismus, ein hochrangiger Luftwaffenoffizier beziehungsweise (ab 1943) Generalfeldmarschall der Luftwaffe der Wehrmacht. Er war der Cousin des bekannten Fliegerasses Manfred von Richthofen. Zwischen Januar und Oktober 1937 war Richthofen Stabschef der Legion Condor, welche im Spanischen Bürgerkrieg zum Einsatz gelangte. Er war dabei verantwortlich für die Operationen der Legion Condor. In diesem Zusammenhang zeichnete er auch verantwortlich für den in der Geschichtsschreibung stark umstrittenen Luftangriff auf Guernica, der nach heutigen völkerrechtlichen und kriegsvölkerrechtlichen Maßstäben als Kriegsverbrechen gewertet werden kann. Im Zweiten Weltkrieg war er unter anderem Befehlshaber des VIII. Fliegerkorps, welches 1941 die deutsche Landung auf Kreta und 1942 die Eroberung von Sewastopol unterstützte. Darüber hinaus kommandierte Richthofen ab Sommer 1942 die Luftflotte 4, die im Rahmen des Falls Blau der 6. Armee und der 4. Panzerarmee den Weg in Richtung Stalingrad mit massiver Luftnahunterstützung gegen die Rote Armee ebnete. Er war zudem später Befehlshaber der Luftflotte 2 sowie ab 1943 Generalfeldmarschall der Luftwaffe des Deutschen Reichs. Richthofen, bei dem im Sommer 1944 ein Hirntumor festgestellt worden war, worauf er sein Kommando abgegeben hatte, wurde im Oktober 1944 mit begrenztem Erfolg operiert. In einem sich stetig verschlechternden Zustand geriet Richthofen im Mai 1945 in US-Gefangenschaft; er starb am 12. Juli 1945 in einem USAAF-Militärhospital in Bad Ischl an den Folgen seiner Erkrankung.

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