Abolhassan Banisadr

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Lebte 1933–2021, im Alter von 88
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    1933–2021
    Alter 88
Zusammenfassung
Aktualisiert 01.09.2026

Abolhassan Banisadr (persisch ابوالحسن بنی صدر, DMG Abū l-Ḥasan Banī-Ṣadr; auch Abol Hassan Bani Sadr geschrieben; geb. 22. März 1933 bei Hamadan; gest. 9. Oktober 2021 in Paris) war ein iranischer Ökonom und Politiker. Er gehörte zu den Vordenkern der Islamischen Revolution und war vom 25. Januar 1980 bis zum 21. Juni 1981 der erste gewählte Präsident des Iran. Die Amtsenthebung Banisadrs im Juni 1981 brachte das Land an den Rand eines Bürgerkriegs und schloss in der Geschichte Irans die Periode des Übergangs von der Pahlavi-Dynastie zur Islamischen Republik ab, in der die Macht der schiitischen Geistlichen bereits dominierend, aber noch nicht absolut war. Banisadr gehörte in seiner Jugendzeit zum muslimischen Flügel der iranischen Volksbewegung, die von Mohammad Mossadegh angeführt wurde, war ein Gegner der Herrschaft von Schah Mohammad Reza Pahlavi und nahm an den Protesten im Juni 1963 teil. Anschließend setzte er seine Studien in Frankreich fort, wo er zu einem führenden Intellektuellen der iranischen Exilopposition wurde. Ab den frühen 1970er Jahren betätigte er sich als islamischer Wirtschaftstheoretiker und Ideologe und agitierte für Ajatollah Chomeini als Anführer einer Revolution gegen das Pahlavi-Regime. Als Chomeini, der sich bis dahin im Irak aufhielt, im Oktober 1978 des Landes verwiesen wurde, holte Banisadr ihn nach Paris und beriet ihn dort bei seinen Kontakten mit der westlichen Presse. Chomeini nahm Banisadr in seinen Islamischen Revolutionsrat auf. Nach seiner Rückkehr nach Iran zusammen mit Chomeini am 1. Februar 1979 betätigte sich Banisadr als Publizist der Islamischen Revolution und übernahm verschiedene politische Ämter in der Regierung. Seine Nähe zu Chomeini half ihm, die erste Präsidentschaftswahl der Islamischen Republik am 25. Januar 1980 zu gewinnen. Banisadr strebte ein „reformkapitalistisches, pluralistisches Gesellschaftsmodell mit stark egalitären Zügen an, das er mittels religiöser Aufklärung zu erreichen hoffte.“ Während seiner Präsidentschaft ging die faktische Macht allerdings an die Parlamentsmehrheit der klerikal dominierten Islamisch-Republikanischen Partei (IRP) über, die ab dem die Parlamentsmehrmeit Mohammad Ali Radschai zum Premierminister ernannte und Banisadr kein Mitspracherecht bei der Ernennung des Kabinetts gewährte. Zwar wurde Banisadr zu Beginn des Ersten Golfkriegs von Chomeini der Oberbefehl über die Iranischen Streitkräfte übertragen, doch hatte er über die Islamische Revolutionsgarde und die Basidsch-Miliz, die in dieser Zeit massiv ausgebaut wurden, keinerlei Kontrolle, was zu seinem Machtverfall beitrug. Nach seiner Amtsenthebung durch das Parlament und den Obersten Führer Chomeini im Juni 1981 floh Banisadr erneut nach Frankreich. Dort gründete er zusammen mit den Volksmudschahedin und Massoud Rajavi in Paris den Nationalen Widerstandsrat Iran, dessen Präsident er bis 1983 war.

In Zahlen

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Die sechs Teilsignale hinter dem Fame-Score und ihre Ränge in den Ranglisten.

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Quellen