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Abū Muhammad al-Maqdisī

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Geboren 1959 · Alter 67
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    67
    Geboren 1959
Zusammenfassung
Aktualisiert 17.08.2026

Abū Muhammad ʿĀsim ibn Muhammad al-Maqdisī (arabisch أبو محمد عاصم بن محمد المقدسي, DMG Abū Muḥammad ʿĀṣim ibn Muḥammad al-Maqdisī, eigentlich ʿIsām al-Barqāwī عصام البرقاوي / ʿIṣām al-Barqāwī; geboren 1959 in dem Dorf Barqā bei Nablus) ist ein palästinensisch-jordanischer Ideologe des dschihadistischen Salafismus. 1989 erklärte er Saudi-Arabien zu einem „ungläubigen Staat“. Ab 1992 arbeitete er mit Abū Musʿab az-Zarqāwī, dem späteren Führer der Organisation al-Qaida im Irak zusammen, und baute mit ihm eine dschihadistische Organisation auf, die sich at-Tauhīd wa-l-Dschihād nannte. Im Jahre 2004 distanzierte er sich allerdings öffentlich von ihm, als az-Zarqāwī anfing, im Irak gewaltsam gegen Schiiten vorzugehen. Auch gegenüber der Organisation Islamischer Staat (IS), deren Anfänge auf az-Zarqāwī zurückgehen, äußerte er sich mehrfach kritisch. Seit Anfang 2014 fordert al-Maqdisī die Dschihad-Kämpfer weltweit zur Loyalität gegenüber al-Qaida-Führer Aiman az-Zawahiri auf. Das Combating Terrorism Center in West Point (New York) beschrieb al-Maqdisī in einer Studie von 2006 als den muslimischen Gelehrten mit dem größten Einfluss innerhalb des militant-islamistischen Feldes weltweit. Seit seiner ersten Verhaftung im Jahre 1994 verbrachte al-Maqdisī die meiste Zeit in jordanischen Gefängnissen. Im Oktober 2014 war er in Bemühungen um die Freilassung der amerikanischen Geisel Peter Kassig eingebunden, wurde dann jedoch wegen Verbreitung dschihadistischer Propaganda im Internet erneut verhaftet. Seit dem 5. Februar 2015 ist er wieder frei. Es wird vermutet, dass seine Freilassung, die unmittelbar nach der Ermordung des jordanischen Piloten Muʿādh al-Kasāsba durch die IS-Miliz erfolgte, darauf abzielte, al-Maqdisī zu neuen IS-kritischen Äußerungen zu ermutigen.

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