Al-Bīrūnī
Akademiker · Lebte 973 bis 1048 · im Alter von 75
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Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0
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Zur Person
Abu Raihan Muhammad ibn Ahmad al-Biruni (ابوریحان بیرونی Abū-Reyhān Bīrūnī; أبو الريحان محمد بن أحمد البيروني Abū Raiḥān Muḥammad b. Aḥmad al-Bīrūnī; * 4. September 973 in Kath, Choresmien, Choresmien (Usbekistan heute); † 9. Dezember 1048 in Ghazna (Afghanistan heute)), kurz Biruni oder al-Biruni, war ein choresmischer Universalgelehrter iranischer Herkunft aus der Blütezeit des Islam. Er war in Physik, Mathematik, Astronomie und den Naturwissenschaften bewandert und tat sich darüber hinaus als Historiker, Chronologe und Sprachwissenschaftler hervor. Er wird als erster Anthropologe und als eine der Gründerfiguren der vergleichenden Religionswissenschaft, der Geodäsie und der Indologie bezeichnet. Al-Bīrūnī verbrachte das erste Vierteljahrhundert seines Lebens in seiner Heimat Choresmien und hielt sich nach dem Sturz der Afrighiden im Jahr 995 an den Höfen von Buchara, Tabaristan und Gurgandsch auf. Um das Jahr 1000 vollendete er sein erstes bedeutendes Werk, al-Āthār al-bāqiya ʿan al-qurūn al-chāliya („Die zurückgebliebenen Spuren vergangener Jahrhunderte“), über historische und wissenschaftliche Chronologie. Ab 1017 lebte er als Hofastrologe Mahmuds von Ghazni in Ghazna und begleitete diesen auf dessen Feldzügen auf den indischen Subkontinent; das daraus hervorgegangene Kitāb al-Hind (Tārīch al-Hind), um 1030 abgeschlossen, ist jenes Werk, auf dem sein Ruf als Indologe hauptsächlich beruht. Al-Bīrūnī befasste sich mit nahezu allen Wissenschaften seiner Zeit und wurde für seine Forschungen auf zahlreichen Wissensgebieten reich belohnt. Herrscherhäuser und andere einflussreiche Kreise der Gesellschaft finanzierten seine Forschungen und traten mit konkreten Vorhaben an ihn heran. Er war selbst einflussreich, wurde aber seinerseits von Gelehrten anderer Völker beeinflusst, etwa von den Griechen, von denen er sich anregen ließ, als er sich der Philosophie zuwandte. Als begabter Sprachkundiger beherrschte er neben seiner choresmischen Muttersprache auch Persisch, Arabisch und Sanskrit; zudem verfügte er über Kenntnisse des Griechischen, Hebräischen und Syrischen. Für seine Zeit schrieb er bewundernswert unparteiisch über Sitten und Glaubensvorstellungen verschiedener Völker; seine wissenschaftliche Objektivität trug ihm in Anerkennung seiner bemerkenswerten Beschreibung Indiens im frühen 11. Jahrhundert den Ehrennamen al-Ustādh („der Meister“) ein.
Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0
Akademiker, geboren in den 970er-Jahren 6
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