Arkesilaos

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Lebte -315–-240, im Alter von 75Turkey
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    -315–-240
    Alter 75
Zusammenfassung
Aktualisiert 09.06.2026

Arkesilaos (griechisch Ἀρκεσίλαος Arkesílaos, andere Namensform Ἀρκεσίλας Arkesílas; * um 315 v. Chr.; † 241/240 v. Chr. in Athen) war ein antiker griechischer Philosoph. Nach seiner Heimatstadt wird er auch Arkesilaos von Pitane genannt. Er lebte in Athen und gehörte der Platonischen Akademie an, die er jahrzehntelang als Scholarch leitete und der er eine neue Ausrichtung gab. Mit ihm begann die Epoche der später so bezeichneten Jüngeren („skeptischen“) Akademie, die auch (weniger passend) „Mittlere Akademie“ genannt wird. Seine Philosophie geht von der Erfahrung der Aporie (Ausweglosigkeit) aus, die in manchen Dialogen Platons eine zentrale Rolle spielt. Wenn hartnäckige Versuche, definitive, unwiderlegbare Antworten auf philosophische Fragen zu finden, gescheitert sind, stellt sich eine „aporetische“ Ratlosigkeit ein. Alte scheinbare Gewissheiten haben sich im Verlauf einer philosophischen Untersuchung als fragwürdig erwiesen, ohne dass es gelungen ist, neue Sicherheiten an ihre Stelle zu setzen. Aus der Verallgemeinerung solcher Erfahrungen und aus einer eingehenden Analyse des Erkenntnisvorgangs ergibt sich ein grundsätzlicher Zweifel an der Fähigkeit des Verstandes, gesichertes Wissen hervorzubringen. Überdies meint Arkesilaos, zeigen zu können, dass sich zu jeder beliebigen philosophischen Aussage starke Gegenargumente finden lassen. Daher betrachtet er es als ein Gebot der Redlichkeit, sich generell des Urteilens zu enthalten, also darauf zu verzichten, bloße Meinungen als Urteile mit Wahrheitsanspruch zu formulieren. Damit wird er zum Begründer des Skeptizismus innerhalb der Platonischen Akademie, der dort in der Folgezeit bis ins frühe 1. Jahrhundert v. Chr. die herrschende Richtung bleibt. Der akademische Skeptizismus steht in Wechselwirkung mit einer ähnlichen außerakademischen Strömung, dem Pyrrhonismus („pyrrhonische Skepsis“).

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