Carl Schmitt

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Lebte 1888–1985, im Alter von 97Germany
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  • Epoche
    1888–1985
    Alter 97
  • Bekannt für
    Sushi in Suhl
    2012
Zusammenfassung
Aktualisiert 16.08.2026

Carl Schmitt (zeitweise auch Carl Schmitt-Dorotić; * 11. Juli 1888 in Plettenberg; † 7. April 1985 ebenda) war ein deutscher Jurist, der auch als politischer Philosoph rezipiert wird. Er gilt als einer der bekanntesten, wirkmächtigsten und zugleich umstrittensten deutschen Staats- und Völkerrechtler des 20. Jahrhunderts. Schmitts Denken kreiste um Fragen der Macht, der Gewalt und der Rechtsverwirklichung. Neben dem Staats- und Verfassungsrecht streifen seine Veröffentlichungen zahlreiche weitere Disziplinen wie Politikwissenschaft, Soziologie, Theologie, Germanistik und Philosophie. Sein breitgespanntes Œuvre umfasst außer juristischen und politischen Arbeiten weitere Textgattungen wie Satiren, Reisenotizen, ideengeschichtliche Untersuchungen und germanistische Textinterpretationen. Als Jurist prägte er eine Reihe von Begriffen und Konzepten, die in den wissenschaftlichen, politischen und allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen sind, etwa „Politische Theologie“ (1922), „Freund-Feind-Unterscheidung“ (1927), „Verfassungswirklichkeit“ (1928), oder „dilatorischer Formelkompromiss“ (1931). Schmitt trat ab 1933 für den Nationalsozialismus ein und wurde zum 1. Mai 1933 Mitglied der NSDAP. Die Morde zur vorgeblichen Prävention des sogenannten Röhm-Putsches von 1934 rechtfertigte Schmitt durch sein juristisches Prinzip der „Führer-Ordnung“. Die antisemitischen Nürnberger Gesetze von 1935 nannte er eine „Verfassung der Freiheit“. Er war Protegé von Hermann Göring und Hans Frank. 1936 wurde ihm aus Kreisen der SS Opportunismus vorgeworfen; er verlor zwar daraufhin seine Parteiämter, blieb aber Mitglied der NSDAP. Dank der Protektion durch Göring und Frank blieb er Preußischer Staatsrat und behielt seine Professur an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Nach dem Ende des Nationalsozialismus verweigerte er sich einer Entnazifizierung und wirkte fortan als Privatgelehrter ohne Professur. Über seine Schüler und Bewunderer verfügte er über einen gewissen Einfluss in der westdeutschen Rechtswissenschaft. Schmitt wird wegen seiner Positionen und insbesondere wegen seines staatsrechtlichen Einsatzes für den Nationalsozialismus als Gegner der parlamentarischen Demokratie und des Liberalismus angesehen sowie als „Prototyp des gewissenlosen Wissenschaftlers, der jeder Regierung dient, wenn es der eigenen Karriere nutzt“. Allerdings wird er wegen seiner indirekten Wirkung auf das Staatsrecht und die Rechtswissenschaft der frühen Bundesrepublik sowie der internationalen Rezeption seiner Gedanken mitunter auch als „Klassiker des politischen Denkens“ eingeordnet. Prägende Einflüsse für sein Denken bezog Schmitt von politischen Philosophen und Staatsdenkern wie Thomas Hobbes, Niccolò Machiavelli, Aristoteles, Jean-Jacques Rousseau, Juan Donoso Cortés oder Zeitgenossen wie Georges Sorel und Vilfredo Pareto. Sein antisemitisches Weltbild war von den Thesen Bruno Bauers geprägt.

Voice

In ihren eigenen Worten

Belegte, datierte Zitate von Carl Schmitt

Carl Schmitt
sagte
The concept of the state presupposes the concept of the political.
The Concept of the Political (1927)
Carl Schmitt
sagte
The equation state = politics becomes erroneous and deceptive at exactly the moment when state and society penetrate each other.
The Concept of the Political (1927)
Carl Schmitt
sagte
A definition of the political can be obtained only by discovering and defining the specifically political categories.
The Concept of the Political (1927)
Carl Schmitt
sagte
The specific political distinction to which political actions and motives can be reduced is that between friend and enemy.
The Concept of the Political (1927)
Carl Schmitt
sagte
Only the actual participants can correctly recognize, understand, and judge the concrete situation and settle the extreme case of conflict.
The Concept of the Political (1927)
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