Karl der Große

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Lebte 748–814, im Alter von 66
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  • Globaler Rang
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  • Epoche
    748–814
    Alter 66
Zusammenfassung
Aktualisiert 06.09.2026

Karl der Große (lateinisch Carolus Magnus oder Karolus Magnus, französisch und englisch Charlemagne; * wahrscheinlich 2. April 747 oder 748; † 28. Januar 814 in Aachen) war von 768 bis 814 König des Fränkischen Reichs (bis 771 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Karlmann). Er erlangte am 25. Dezember 800 als erster westeuropäischer Herrscher seit der Antike die Kaiserwürde, die mit ihm erneuert wurde. Der Enkel des Hausmeiers Karl Martell war der bedeutendste Herrscher aus dem Geschlecht der Karolinger. Das Frankenreich gelangte unter ihm zu seiner größten Ausdehnung und Machtentfaltung. Karl gelang es, seine Macht im Frankenreich zu sichern und es in einer Reihe von Feldzügen nach außen erheblich zu erweitern. Besonders verlustreich und erbittert geführt waren die mit Unterbrechungen von 772 bis 804 andauernden Sachsenkriege. Deren Ziel war die Unterwerfung und erzwungene Christianisierung der Sachsen. Karl griff auch in Italien ein und eroberte 774 das Langobardenreich. Ein gegen die Mauren in Nordspanien gerichteter Feldzug im Jahr 778 scheiterte dagegen. Im Osten seines Reiches beendete er 788 die Selbstständigkeit des Stammesherzogtums Baiern und eroberte in den 790er Jahren das Restreich der Awaren. Die Grenzen im Osten gegen die Dänen und Slawenstämme sowie im Südwesten gegen die Mauren wurden durch die Einrichtung von Marken gesichert. Das Frankenreich stieg zur neuen Großmacht neben Byzanz und dem Abbasidenkalifat auf. Es umfasste den Kernteil der frühmittelalterlichen lateinischen Christenheit und war das bis dahin bedeutendste staatliche Gebilde im Westen seit dem Fall Westroms. Karl sorgte für eine effektive Verwaltung und bemühte sich um eine umfassende Bildungsreform, die eine kulturelle Neubelebung des Frankenreichs zur Folge hatte. Politischer Höhepunkt seines Lebens war die Kaiserkrönung durch Papst Leo III. zu Weihnachten des Jahres 800 in Rom. Sie schuf die Grundlage für das westliche mittelalterliche Kaisertum. Sowohl in der Reihe der römisch-deutschen Kaiser als auch der französischen Könige wird er als Karl I. gezählt. Seine Hauptresidenz Aachen blieb bis ins 16. Jahrhundert Krönungsort der römisch-deutschen Könige. 1165 wurde er von Gegenpapst Paschalis III. heiliggesprochen; der Gedenktag in der katholischen und evangelischen Kirche ist der 28. Januar. Karl gilt als einer der bedeutendsten mittelalterlichen Herrscher und als einer der wichtigsten Herrscher im europäischen Geschichtsbewusstsein; bereits zu Lebzeiten wurde er Pater Europae („Vater Europas“) genannt. In Belletristik und Kunst wurde sein Leben wiederholt thematisiert, wobei das jeweils zeitgenössische Geschichtsbild den Ausgangspunkt bildete.

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Sourced, dated quotes from Karl der Große

Karl der Große
saidundated
Right action is better than knowledge; but in order to do what is right, we must know what is right.
"De Litteris Colendis", in Jean-Barthélemy Hauréau De la philosophie scolastique (1850) p. 10; translation from T. H. Huxley Science and
Karl der Große
saidundated
If only I could have a dozen churchmen as wise and as well taught in all human knowledge as were Jerome and Augustine!
Notker the Stammerer De Carolo Magno, Bk. 1, sect. 9; translation from Einhard and Notker the Stammerer (trans. Lewis Thorpe) Two Lives of
Karl der Große
saidundated
It is not lack of self-restraint but care for others which makes me dine in Lent before the hour of evening.
Quoted in Notker's The Deeds of Charlemagne (translated 2008 by David Ganz)
Karl der Große
saidundated
Fathers and guardians, bishops of our Church, you ought to minister to the poor, or rather to Christ in them, and not to seek after vanities.
Quoted in Notker's The Deeds of Charlemagne (translated 2008 by David Ganz)
Karl der Große
saidundated
Bishops should despise this world and inspire others by their example to seek after heavenly things.
Quoted in Notker's The Deeds of Charlemagne (translated 2008 by David Ganz)
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