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Charles Chaillé-Long

Vereinigte Staaten · Historische Persönlichkeiten · Lebte 1842 bis 1917 · im Alter von 74

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Charles R. W. Chaillé-Long Bey (Charles R. W. Long (Geburtsname)) (geboren am 2. Juli 1842 in Princess Anne (Maryland); gestorben am 24. März 1917 in Virginia Beach) war ein US-amerikanischer Offizier in ägyptischen Diensten und Forschungsreisender.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Fotos 3

Auszeichnungen

Charles P. Daly Medal1909

Zur Person

Charles R. W. Chaillé-Long Bey (Charles R. W. Long (Geburtsname)) (geboren am 2. Juli 1842 in Princess Anne (Maryland); gestorben am 24. März 1917 in Virginia Beach) war ein US-amerikanischer Offizier in ägyptischen Diensten und Forschungsreisender. Bekanntheit erlangte er durch seine Erkundung des oberen Nilbeckens, wodurch er die Kenntnisse über die Quellen des Nils erweiterte. Chaillé-Long war ein Nachkomme von Pierre Chaillé, einem Hugenotten, der Ende des 17. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten (USA) einwanderte. Als der Amerikanische Bürgerkrieg begann, brach er sein Studium an der Washington Academy in Maryland ab und wurde Soldat auf Seiten der Nordstaaten. Von 1866 bis 1869 arbeitete er in New York bei einem Handelsunternehmen und betätigte sich nebenbei als Journalist. Vergeblich bemühte er sich um eine Verpflichtung bei der Französischen Armee und trat stattdessen im März 1870 in die Ägyptische Armee ein und wurde im Rang eines Oberstleutnants Stabsoffizier. Im selben Jahr ließ er seinen Namen durch die Hinzufügung des Patronyms Chaillé ändern. Zunächst im Generalstab in Kairo tätig wurde er 1874 dem zum Gouverneur der Provinz Äquatoria berufenen Charles Gordon als Stabschef zugeteilt, der ihn im selben Jahr nach Uganda entsendete mit dem Auftrag die Region auszukundschaften und mit Mutesa I., König von Buganda, diplomatische Beziehungen aufzubauen. Dabei erkundete er eine noch unbekannte Region um den Viktoriasee und entdeckte den Kyogasee, den er nach Ibrahim Pascha Ibrahim-See benannte. Für seine Uganda-Mission wurde Chaillé-Long vom ägyptischen Herrscher, Ismail Pascha, mit dem Mecidiye-Orden ausgezeichnet und zum Oberst befördert, wodurch er den Titel eines Bey erhielt. In Anerkennung der Forschungsleistung zur Erweiterung der Kenntnisse über die Quellen des Nils wurde ihm 1910 von der American Geographical Society der Charles-P.-Daly-Orden verliehen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Khartum, wo er sich von den Strapazen seiner Expedition erholte, wurde er 1875 beauftragt gegen die Nayangbara vorzugehen, die den Elfenbeinhandel mit den Azande blockierten. Er schlug die Nayangbara vernichtend und stellte das Land unter ägyptischer Oberhoheit. Danach kehrte er nach Kairo zurück. 1877 quittierte er seinen Dienst und kehrte nach New York in die USA zurück, wo er Bürovorsteher beim Polizeigericht wurde und nebenbei Rechtswissenschaften an der Columbia University studierte. Das Studium schloss er 1880 ab. 1881 war er in Alexandria an den internationalen Gerichtshöfen tätig. 1882 wurde Chaillé-Long geschäftsführender Konsul in Alexandria und wurde so Zeuge des Massakers vom 11. Juni 1882 und der britischen Bombardierung im darauf folgenden Monat (→Urabi-Aufstand). Im Oktober 1882 verließ er Alexandria und lebte in Paris. Von 1887 bis 1889 war er Generalkonsul in Korea und leitete in dieser Zeit eine wissenschaftliche Expedition nach Jeju-do.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Land
Vereinigte Staaten
Kategorie
Historische Persönlichkeiten
Art
Historische Persönlichkeit
Status
verstorben
Daten
Lebte 1842 bis 1917 · im Alter von 74

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