Kleopatra

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Aktualisiert 16.06.2026

Kleopatra die Alchemistin, kurz Kleopatra oder Cleopatra, war eine ägyptische spätantike Alchemistin aus Alexandria, bekannt für ihr alchemistisches Werk Chrysopoeia (griechisch für „Goldmachen“). Ihre genaue Lebenszeit ist unbekannt; sie wird vom 1. bis ins 3. und 4. Jahrhundert eingeordnet. Sie wird mit der Schule von Maria der Jüdin in Verbindung gebracht. Der Name ist höchstwahrscheinlich ein Pseudonym. Ihr Text wurde bis ins späte Mittelalter von Alchemisten benutzt. Michael Maier zählt sie zu den vier Frauen, welche die Herstellung des Steins der Weisen beherrschten (neben Maria der Jüdin, Medera und Taphnutia). Sie wird auch im arabischen Kitab al-Fihrist von Ibn an-Nadīm lobend erwähnt. Ihr Werk Chrysopoeia ist in einer Handschrift aus dem 10. oder 11. Jahrhundert in der Biblioteca Marciana in Venedig erhalten (Codex marcianus graecus 299). Ein weiteres Exemplar befindet sich in Leiden. In dem Buch sind mystisch-philosophische und experimentelle Elemente der Alchemie vermischt. Es finden sich Bilder alchemistischer Geräte, zum Beispiel zur Destillation (wie Formen des Alembiks) und Beschreibungen zur Herstellung von Elixieren. Darin findet sich auch das Bild einer Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt (Ouroboros) als Symbol des Eins ist Alles (griechisch hen to pan). Der gnostisch beeinflusste Text ist als Dialog verfasst und beginnt mit den Worten „Nun werde ich euch klar sagen, wo die Elemente und Pflanzen vorkommen, und ich werde beginnen, indem ich in Rätseln spreche“. Die Herstellung von Metallen, welche angelehnt an stoische Vorstellungen vom Pneuma und von Alchemisten wie Michael Sendivogius als durch gesäte „Samen“ entstanden gedacht wurden, wird mit Schwangerschaft und Geburt verglichen und die Beziehung des Alchemisten und Philosophen zu seinem Werk mit der einer Mutter, die ihr Kind nährt. Sie wird manchmal mit Kleopatra der Ärztin verwechselt, die von Hippokrates erwähnt wird.

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