Konstanze von Ungarn
Lebte 1180 bis 1240 · im Alter von 60
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Stimmt etwas nicht?Konstanze von Ungarn (tschechisch Konstancie Uherská, * um 1177/1180/1181; † 4. oder 6. Dezember 1240 im Kloster Porta Coeli, Předklášteří) stammte aus der zweiten Ehe des Königs Béla III. von Ungarn mit Agnes von Antiochia, Tochter des Rainald de Chatillon.
Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0
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Konstanze von Ungarn (tschechisch Konstancie Uherská, * um 1177/1180/1181; † 4. oder 6. Dezember 1240 im Kloster Porta Coeli, Předklášteří) stammte aus der zweiten Ehe des Königs Béla III. von Ungarn mit Agnes von Antiochia, Tochter des Rainald de Chatillon. Beim Durchzug des Kreuzzugheeres durch Ungarn 1189 wurde sie mit dem Staufer Herzog Friedrich VI. von Schwaben verlobt, der 1191 auf dem Kreuzzug an Malaria verstarb. Konstanze wurde 1198 zweite Ehefrau des böhmischen Königs Ottokar I. (auch: Otakar, Odacarus) und war rund 25 Jahre jünger als ihr Mann. Mit nicht ganz achtzehn Jahren wurde sie mit dem frisch gekrönten König verheiratet, der zuvor seine Ehefrau Adelheid (auch: Adela), die mit ihren Töchtern noch im Exil in Meißen lebte, verstoßen hatte. Deren Ehe wurde für ungültig erklärt, da das Verwandtschaftsverhältnis im 4. Grade zu nahe sei, Adelheid legte Einspruch ein. Es handelte sich vor allem um eine politische Hochzeit, denn durch sie gewann der König einen neuen Verbündeten. Die böhmische Außenpolitik mischte sich zu dieser Zeit wieder stärker in das europäische Geschehen ein. Der König war gesuchter Verbündeter seitens der Staufer, aber auch der Welfen, die beide um die kaiserliche Krone kämpften. Der König versprach sich von der Vermählung die Sicherung der östlichen Grenze sowie militärische Hilfe. Die Vorstellungen des Königs gingen auf. Sowohl König Emmerich von Ungarn (1196-1204) wie auch Andreas II. von Ungarn (1205-1235) gehörten die ganze Zeit zu den großen Anhängern des Königs. Die junge Konstanze hatte es in ihrer neuen Umgebung recht leicht. Die meisten Adligen hatten noch die Herrschaft ihrer Tante Elisabeth in guter Erinnerung. Aus ihrer Ehe gingen neun Kinder hervor. Vor allem die Geburt des ersten Sohnes ließ den König die Kinder aus der ersten Ehe vergessen. 1204 kam es jedoch zur Ehekrise, als Ottokar I. außenpolitische Niederlagen erlitt und der junge Vratislav II. tödlich verunglückte. 1205 wurde Konstanze von der Burg verwiesen und Adelheid kehrte mit ihren Kindern wieder kurzfristig zurück. In der Zeit der Vertreibung gebar Konstanze jedoch einen weiteren Sohn, den der König nach dem Patron des Landes Wenzel I. benannte und zu seinem Nachfolger bestimmte. Nachdem die Römische Kurie entschieden hatte, dass die Eheauflösung von Adelheid rechtskräftig sei, kam es auf der Burg wiederum zum Wechsel der Ehefrauen. Adelheid musste endgültig Böhmen verlassen und Konstanze wurde rechtmäßige Ehefrau des Königs. Die Provinz Lundenburg in Südmähren wurde im Jahre 1222 der Königin Konstanze zu eigener Verwaltung übergeben. Nach dem Tod des Königs 1230 widmete Konstanze ihre Aufmerksamkeit der Markgrafschaft Mähren. In Předklášteří nahe Tišnov gründete sie 1233 ein Zisterzienserkloster, das sie Porta Coeli benannte, wo wie ihre letzten Lebensjahre in Abgeschiedenheit verbrachte. Ihr Wunsch, dass dieses Kloster das Mausoleum der mährischen Přemysliden werden sollte, erfüllte sich nicht.
Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0
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