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Einarr Skúlason

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Lebte 1100–1159, im Alter von 59
SchriftstellerSchriftsteller / Autor
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    1100–1159
    Alter 59
Zusammenfassung
Aktualisiert 24.08.2026

Einarr Skúlason (* um 1090; † um 1165) war ein isländischer Skalde der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts mit klerikalem Hintergrund. Seine Dichtung gilt als die bedeutendste dieses Jahrhunderts aus Island. Als einer der letzten Preisdichter ist sein Werk geprägt durch seine Stellungen an den Höfen norwegischer Könige und die dort komponierten Preislieder (Fürstenpreis). Über seine Biographie ist wenig bekannt und nur durch seine eigenen Angaben in seinen Werken ist Näheres darüber erfahrbar, ein Typikum für das Island des 12. Jahrhunderts. Einarr wird in einem Priesterverzeichnis von 1220 für das Jahr 1143 genannt. In dieser Liste wurden Priester des Westteils Islands gelistet, die edler Herkunft waren, also Abkömmlinge prominenter Familien waren in der historischen Retrospektive und isländischen Gesellschaftsrealität. Für das Jahr 1152 oder 1153 ist belegt, dass Einarr bei einer feierlichen Versammlung in der Christuskirche von Trondheim sein Werk Geisli (eine Preisung des Kirchenheiligen Olaf) vorgetragen hat. Möglicherweise stammte er aus Borg und aus der dort ansässigen Großfamilie der Mýrar, was ihn zu einem Nachfahren von Þorsteinn Egilsson machen würde, einem Bruder von Snorri Sturlusons Großvater mütterlicherseits. Im jungen Erwachsenenalter war er zunächst hoher Beamter (stallari) am Hof des Königs Eysteinn Magnússon (1088–1123). Dort dichtete er für Eysteinn Preislieder sowie für die Könige Sigurðr jórsalafari (1090–1130), Haraldr gilli (1103–1136), Magnús inn blindi Sigurðarson („der Blinde“), Eysteinn Haraldsson und Inge Krogrygg Haraldrs Söhne, Sigurðr munnr und für den Häuptling Grégóríus Dagsson († 1161). Snorri erwähnt in seiner Skáldatal, dass Einarr für den norwegischen Magnaten Eindriði ungi Jónsson ein Preislied gedichtet hat, ebenso für den schwedischen König Sørkvir Kolsson und für den schwedischen Jarl Jón Sørkvisson und für den dänischen König Sveinn Eiríksson. Aufgrund der aus diesen Daten gewonnenen Rückschlüsse werden in der Forschung seine Geburt um das Jahr 1090 und sein Tod in die Jahre des sechsten oder spätestens Anfang des siebten Jahrzehnts des 12. Jahrhunderts datiert.

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