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Emil Fischer

Deutschland · Wissenschaftler · Lebte 1852 bis 1919 · im Alter von 66

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Hermann Emil Fischer (* 9. Oktober 1852 in Euskirchen; † 15. Juli 1919 in Wannsee) war ein deutscher Chemiker, der 1902 mit den Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde. Fischer erzielte bedeutende Fortschritte in der Organischen Chemie.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Stationen eines Lebens

1919Gestorben15. Juli 19191913Elliott Cresson MedalAuszeichnung1909Baly MedalAuszeichnungHelmholtz MedalAuszeichnung1907Faraday Lectureship PrizeAuszeichnung1902Nobel Prize in ChemistryAuszeichnung1899Foreign Member of the Royal SocietyAuszeichnung1898Bavarian Maximilian Order for Science and ArtAuszeichnungCothenius MedalAuszeichnung1890Davy MedalAuszeichnung1852Geboren9. Oktober 1852

Fotos 8

Auszeichnungen

Elliott Cresson Medal1913
Helmholtz Medal1909
Baly Medal1909
Faraday Lectureship Prize1907
Nobel Prize in Chemistry1902
Foreign Member of the Royal Society1899
Cothenius Medal1898
Bavarian Maximilian Order for Science and Art1898
Davy Medal1890
Pour le Mérite for Sciences and Arts order

Im Umfeld

Ehepartner: Agnes Gerlach

Zur Person

Hermann Emil Fischer (* 9. Oktober 1852 in Euskirchen; † 15. Juli 1919 in Wannsee) war ein deutscher Chemiker, der 1902 mit den Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde. Fischer erzielte bedeutende Fortschritte in der Organischen Chemie. Indem er die Struktur verschiedener Naturstoffe aufklärte, wurde er zu einem Pionier der Biochemie. Sein wissenschaftliches Werk umfasst unter anderem die Synthese des Phenylhydrazins, welches er zur Synthese von Indol sowie zur Aufklärung der Stereochemie von Zuckermolekülen nutzte. Außerdem synthetisierte er verschiedene Stereoisomere von Zuckern. Die von ihm eingeführte Fischer-Projektion ist eine Methode zur eindeutigen Abbildung der räumlichen Struktur chiraler Zuckerverbindungen. Fischers Arbeiten trugen maßgeblich dazu bei, dass die Stereochemie als grundlegendes Konzept in die Organische Chemie Einzug hielt. Fischer erforschte ferner die chemische Struktur von Harnsäure, Xanthinen und Koffein und wies nach, dass diese sich von einer stickstoffhaltigen Base mit einer bicyclischen Struktur ableiten, die er „Purin“ nannte. Als weitere Stoffklasse untersuchte er die Aminosäuren und Proteine und synthetisierte kleinere Peptide. Seine Arbeiten über Enzyme und die Verstoffwechslung von Zuckerstereoisomeren durch Hefen führten zur Formulierung des Schlüssel-Schloss-Prinzips zwischen Enzym und Substrat durch Fischer. Schließlich erforschte er die Stoffklasse der Lipide und Depside. Fischer entwickelte 1902 gemeinsam mit Josef von Mering das erste Barbiturat, die Diethyl-Barbitursäure (Veronal). Er war maßgeblich an der Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (1911) und der ersten Kaiser-Wilhelm-Institute beteiligt. Als Professor für Chemie wirkte er ab 1879 in München, ab 1882 in Erlangen, ab 1885 in Würzburg und ab 1892 an der Universität Berlin. Aus seiner wissenschaftlichen Schule gingen zahlreiche Industriechemiker sowie spätere Professoren und Nobelpreisträger wie Otto Warburg, Otto Diels, Adolf Windaus und Fritz Pregl hervor.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Land
Deutschland
Kategorie
Wissenschaftler
Art
Wissenschaftler
Status
verstorben
Daten
Lebte 1852 bis 1919 · im Alter von 66

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