Emil Fischer

  • Fame65,8
  • Momentum11,4
  • Rang in Wissenschaftler#154
QuellenbasiertAufsteigend
  • Fame65,8
  • Momentum11,4
  • Rang in Wissenschaftler#154
  • Wikipedia3.967
Lebte 1852–1919, im Alter von 67Germany
  • Wikipedia
    87 Sprachen
    Präsenz über Sprachen hinweg
  • Epoche
    1852–1919
    Alter 67
  • Auszeichnungen
    10
    recognised works
Zusammenfassung
Aktualisiert 21.06.2026

Hermann Emil Fischer (* 9. Oktober 1852 in Euskirchen; † 15. Juli 1919 in Wannsee) war ein deutscher Chemiker, der 1902 mit den Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde. Fischer erzielte bedeutende Fortschritte in der Organischen Chemie. Indem er die Struktur verschiedener Naturstoffe aufklärte, wurde er zu einem Pionier der Biochemie. Sein wissenschaftliches Werk umfasst unter anderem die Synthese des Phenylhydrazins, welches er zur Synthese von Indol sowie zur Aufklärung der Stereochemie von Zuckermolekülen nutzte. Außerdem synthetisierte er verschiedene Stereoisomere von Zuckern. Die von ihm eingeführte Fischer-Projektion ist eine Methode zur eindeutigen Abbildung der räumlichen Struktur chiraler Zuckerverbindungen. Fischers Arbeiten trugen maßgeblich dazu bei, dass die Stereochemie als grundlegendes Konzept in die Organische Chemie Einzug hielt. Fischer erforschte ferner die chemische Struktur von Harnsäure, Xanthinen und Koffein und wies nach, dass diese sich von einer stickstoffhaltigen Base mit einer bicyclischen Struktur ableiten, die er „Purin“ nannte. Als weitere Stoffklasse untersuchte er die Aminosäuren und Proteine und synthetisierte kleinere Peptide. Seine Arbeiten über Enzyme und die Verstoffwechslung von Zuckerstereoisomeren durch Hefen führten zur Formulierung des Schlüssel-Schloss-Prinzips zwischen Enzym und Substrat durch Fischer. Schließlich erforschte er die Stoffklasse der Lipide und Depside. Fischer entwickelte 1902 gemeinsam mit Josef von Mering das erste Barbiturat, die Diethyl-Barbitursäure (Veronal). Er war maßgeblich an der Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (1911) und der ersten Kaiser-Wilhelm-Institute beteiligt. Als Professor für Chemie wirkte er ab 1879 in München, ab 1882 in Erlangen, ab 1885 in Würzburg und ab 1892 an der Universität Berlin. Aus seiner wissenschaftlichen Schule gingen zahlreiche Industriechemiker sowie spätere Professoren und Nobelpreisträger wie Otto Warburg, Otto Diels, Adolf Windaus und Fritz Pregl hervor.

Hier zu finden

Plattformen

Noch keine Plattformen verknüpft.

In Zahlen

Score-Aufschlüsselung

Die sechs Teilsignale hinter dem Fame-Score und ihre Ränge in den Ranglisten.

Fame
Aufsteigend
65,8
Zusammengesetzt aus Suchnachfrage, Erwähnungen, Reichweite und Vernetzung.
Score-Bestandteile
Momentum11,4
Historisch22,1
Aktuelle Aufmerksamkeit15,2
Quellenzuverlässigkeit60,0
Vollständigkeit70,0
Globaler Rang
Rang im Land
Rang in der Kategorie
#154
Belege

Quellen

  • Wikipedia
    wikipedia · en.wikipedia.org
    Hohe Zuverlässigkeit
  • Wikidata
    wikidata · wikidata.org
    Hohe Zuverlässigkeit
  • Pantheon 2.0
    database · pantheon.world
    Hohe Zuverlässigkeit