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Ernst Otto Fischer

Deutschland · Wissenschaftler · Lebte 1918 bis 2007 · im Alter von 88

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Ernst Otto Fischer (* 10. November 1918 in Solln; † 23. Juli 2007 in München) war ein deutscher Chemiker. Er klärte 1952 die neuartige Struktur des ein Jahr zuvor entdeckten Ferrocens auf und synthetisierte einige Jahre später das Dibenzolchrom.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Stationen eines Lebens

2007Gestorben23. Juli 20071998Munich "München leuchtet" awardAuszeichnung1995Bayerischer PoetentalerAuszeichnung1993Honorary Golden Medal of the State Capital MunichAuszeichnung1981Bavarian Maximilian Order for Science and ArtAuszeichnung1974Centenary PrizeAuszeichnung1973Nobel Prize in ChemistryAuszeichnung1959Alfred Stock Memorial PrizeAuszeichnung1918Geboren10. November 1918

Fotos 8

Auszeichnungen

Munich "München leuchtet" award1998
Bayerischer Poetentaler1995
Honorary Golden Medal of the State Capital Munich1993
Bavarian Maximilian Order for Science and Art1981
Centenary Prize1974
Nobel Prize in Chemistry1973
Alfred Stock Memorial Prize1959
Bavarian Order of Merit
Great Cross with Star and Sash of the Order of Merit of the Federal Republic of Germany

Im Umfeld

Vater: Karl Tobias Fischer

Zur Person

Ernst Otto Fischer (* 10. November 1918 in Solln; † 23. Juli 2007 in München) war ein deutscher Chemiker. Er klärte 1952 die neuartige Struktur des ein Jahr zuvor entdeckten Ferrocens auf und synthetisierte einige Jahre später das Dibenzolchrom. Bis zu Fischers Entdeckung spielte die Chemie der Komplexe von Metallen mit Kohlenwasserstoffen nur eine untergeordnete Rolle. Die Veröffentlichungen über metallorganische Verbindungen beinhalteten bis dahin meist Arbeiten über Alkylverbindungen von Metallen der Hauptgruppen wie Kakodyl oder Grignard-Verbindungen sowie über Kohlenstoffmonoxid-Verbindungen der Nebengruppenmetalle, die Metallcarbonyle. Auch wenn koordinative Komplexe wie das Zeise-Salz schon lange bekannt waren, gelten Fischers Arbeiten als Meilenstein und Beginn der modernen Metallorganischen Chemie. Die Bedeutung der von Fischer untersuchten, vom Ferrocen abgeleiteten Stoffklasse zeigte sich auch in ihrem Umfang: 1991 waren über 80 % der damals bekannten metallorganischen Komplexe Cyclopentadienyl-Komplexe einschließlich des Ferrocens und seiner Derivate. In den 1960er-Jahren entdeckte er eine allgemein anwendbare Methode zur Herstellung der damals völlig neuartigen stabilen Metall-Carbenkomplexe, die eine Metall-Kohlenstoff-Doppelbindung aufweisen und welche in der Literatur seither als Fischer-Carbene bezeichnet werden. In den 1970er-Jahren synthetisierte er die ersten Metall-Carbinkomplexe mit einer Dreifachbindung zwischen Kohlenstoff und dem Übergangsmetall. Fischer erhielt zahlreiche Auszeichnungen und war Mitglied in vielen wissenschaftlichen Akademien. Gemeinsam mit Geoffrey Wilkinson erhielt er 1973 für die „bahnbrechenden, unabhängig voneinander durchgeführten Arbeiten über die Chemie der organometallischen Sandwich-Verbindungen“ den Nobelpreis für Chemie. Als Nachfolger von Walter Hieber leitete er 21 Jahre den Lehrstuhl für Anorganische Chemie der Technischen Hochschule München. Aus seinem als Fischer-Schule bekannten Arbeitskreis gingen zahlreiche Industriechemiker sowie spätere Lehrstuhlinhaber hervor.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Land
Deutschland
Kategorie
Wissenschaftler
Art
Wissenschaftler
Status
verstorben
Daten
Lebte 1918 bis 2007 · im Alter von 88

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