Fjodor Iwanowitsch Samochin

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Lebte 1918–1992, im Alter von 74
SchriftstellerSchriftsteller / Autor
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  • Epoche
    1918–1992
    Alter 74
  • Auszeichnungen
    7
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Zusammenfassung
Aktualisiert 23.08.2026

Fjodor Iwanowitsch Samochin (russisch Фёдор Иванович Самохин, wiss. Transliteration Fjodor Ivanovič Samochin; * 30. Januarjul. / 12. Februar 1918greg. im Gebiet der Don-Armee; † 17. Juli 1992 in Bischkek) war ein sowjetischer und kirgisischer Schriftsteller. In der Enzyklopädie Kyrgyzstan (2001) wird Samochins Name in die Geschichte des russischen Segments der nationalen Literatur eingeschrieben, in eine Reihe mit den Begründern der Leutnant- und Dorfprosa. Er war Mitglied des Schriftstellerverbandes der UdSSR. Seine literarische Karriere begann 1951 mit der Erzählung Mal'čik iz Stalingrada (Мальчик из Сталинграда, dt. „Der Junge aus Stalingrad“), die das Schicksal evakuierter Kinder in Zentralasien thematisierte. Das Werk erhielt den Preis des ZK LKSM und des Schriftstellerverbandes Kirgisiens als bestes Kinderbuch des Jahres, löste jedoch einen folgenschweren Literaturstreit aus. Die Moskauer Zeitung Prawda griff die Erzählung in einem Leitartikel scharf an und bezeichnete sie als „ideologisch fehlerhaft“ und „künstlerisch schwach“. Der Vorwurf lautete, Samochin habe die Rolle der sowjetischen Behörden bei der Evakuierung unzureichend gewürdigt. Sein bekanntestes Werk wurde die Erzählung Čolponbai (Чолпонбай, 1958) über den kirgisischen Helden der Sowjetunion Čolponbai Tuleberdiew. In der Zeit des Tauwetter-Periodes wandte sich Samochin Themen aus dem kirgisischen Alltagsleben zu, darunter Dom mojego otza (Das Haus meines Vaters, 1963) und Čujskie razlivy (Чуйские разливы, dt. „Die Überschwemmungen am Tschu“, 1968). In den 1970er Jahren griff er mit Tri ostrova (Три острова, dt. „Drei Inseln“, 1970) und Rodina, ja wernus'! (Родина, я вернусь!, dt. Heimat, ich komme wieder!, 1975) erneut Kriegsthemen auf. Das Erbe von Fjodor Samochin wird in den führenden Bibliotheken der Welt aufbewahrt, darunter die British Library, die Staatsbibliothek zu Berlin, die Estnische Nationalbibliothek, die Harvard University Library.

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