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Philippus

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Lebte 300–351, im Alter von 51
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    300–351
    Alter 51
Zusammenfassung
Aktualisiert 20.07.2026

(Flavius) Philippus (auch Filippus) war ein spätantiker römischer Beamter und Prätorianerpräfekt unter Kaiser Constantius II. Philippus stammte aus einfachen Verhältnissen. Nach dem Rhetor Libanios soll sein Vater ein Wurstmacher gewesen sein. Er erlernte die Kurzschrift und stieg zum notarius (kaiserlicher Schreiber/Sekretär) auf. Seine spätere Beförderung zum Prätorianerpräfekten des Ostens (etwa 344/346 bis 351) schrieb Libanios dem Einfluss der Hofeunuchen am Hof des östlichen Kaisers Constantius II. zu. Diese hätten, so Libanios sinngemäß, durch Ausschweifung und Überheblichkeit eine solche Macht erlangt, dass sie einfache Schreiber auf den Thron der Präfekten heben konnten. Er verbannte den orthodoxen Patriarchen von Konstantinopel, Paulos I., nach Thessalonike und setzte an dessen Stelle den Arianer Makedonios I. ein. Dies geschah wahrscheinlich 344, jedoch nach dem 6. Juli, da Philippus’ letzter bekannter Vorgänger, Domitius Leontius, damals noch im Amt war. Im Jahr 350 ließ er Paulos in Kukusos in Armenien hinrichten. Im Jahr 348 bekleidete Philippus gemeinsam mit Salia das Konsulat. Im Jahr 351 wurde er von Constantius II. als Gesandter zu Magnentius geschickt – angeblich, um einen Friedensschluss auszuhandeln, tatsächlich jedoch, um Informationen über dessen Absichten und militärische Lage zu sammeln. Er sprach zu den Truppen des Magnentius, tadelte sie wegen ihrer Untreue gegenüber der Dynastie Konstantins und schlug vor, Magnentius solle sich mit Gallien begnügen. Seine Bemühungen brachten die Soldaten ins Schwanken; Magnentius gewann ihre Loyalität jedoch zurück, indem er sie daran erinnerte, dass sie sich wegen der schlechten Regierung des Constans erhoben hatten. Danach verweigerten sie Philippus die Rückkehr zu Constantius, weil er seine Rolle als Gesandter missbraucht habe. Später benutzte Magnentius den Namen des Philippus, um den Übergang seiner Armee über die Save zu sichern. Constantius scheint Philippus daraufhin noch vor Ende des Jahres 351 unehrenhaft abgesetzt zu haben. Philippus starb, noch immer in der Gewalt des Magnentius, elend fern von Heimat und Familie. Nach seinem Tod rehabilitierte Constantius offenbar Philippus’ Andenken. Eine Inschrift aus Chytri auf Zypern bezeugt die Errichtung einer vergoldeten Bronzestatue zu seinen Ehren. Darin werden seine Verdienste und seine Leistungen als Prätorianerpräfekt hervorgehoben. Sein Sohn war Simplicius. Philippus war Großvater des Prätorianerpräfekten Anthemius und ein Vorfahr des Kaisers Anthemius (467–472).

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