Gennadi Wladimirowitsch Belyj

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Lebte 1951–2001, im Alter von 50
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    1951–2001
    Alter 50
Zusammenfassung
Aktualisiert 21.07.2026

Gennadi Wladimirowitsch Belyj (russisch Геннадий Владимирович Белый, englische Transkription Gennadii Vladimirovich Belyi, wiss. Transliteration Gennadij Vladimirovič Belyj; ukrainisch Генадій Володимирович Білий/Henadij Wolodymyrowytsch Bilyj; * 2. Februar 1951 in Magnitogorsk; † 29. Januar 2001 in Wladimir (Russland)) war ein sowjetisch-ukrainischer Mathematiker, der sich mit algebraischer Zahlentheorie beschäftigte. Belyj wuchs in der ukrainischen Oblast Dnipropetrowsk auf und ging in Kiew zur Schule. Ab 1968 studierte er Mathematik an der Lomonossow-Universität in Moskau. Nach der Promotion arbeitete er in Kiew und Lwiw und war ab 1975 Kandidat am Steklow-Institut in Moskau bei Igor Schafarewitsch, bei dem er sich 1979 habilitierte (russischer Doktortitel). Ab 1978 lehrte er an der Staatlichen Universität Wladimir im russischen Wladimir als Assistent und ab 1982 als Professor. Belyj arbeitete vor allem über die Galoistheorie algebraischer Zahlkörper. Bekannt ist er für den Satz von Belyj, der von Alexander Grothendieck vermutet worden war. Er besagt, dass genau diejenigen kompakten Riemannsche Flächen als komplexe algebraische Kurven über einem Zahlkörper definiert werden können, die eine Überlagerungsabbildung auf die Riemannsphäre (komplexe projektive Gerade) mit maximal drei Verzweigungspunkten ist (meist bei 0, 1 und dem Punkt im Unendlichen gewählt) besitzen. Der Satz spielt in Grothendiecks Programm von Kinderzeichnungen (Dessins d’Enfants in Esquisse d' un Programme, 1984) eine Rolle, einfachen Graphen auf Riemannflächen zum Studium der Wirkung der absoluten Galoisgruppe über den rationalen Zahlen, sowie in der inversen Galoistheorie.

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