Gao Zhisheng

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Geboren 1964 · Alter 62China
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Zusammenfassung
Aktualisiert 18.08.2026

Gao Zhisheng (chinesisch 高智晟, Pinyin Gāo Zhìshèng, * 20. April 1964 in der Provinz Shaanxi, Volksrepublik China) ist ein chinesischer Menschenrechtsanwalt und Dissident, der nach seinem Engagement in Prozessen gegen Menschenrechtsverletzungen an seiner Tätigkeit als Anwalt gehindert, in Haft genommen und von Exekutivorganen körperlich misshandelt wurde. Gao unterstützte unter anderem Angehörige religiöser Minderheiten wie Falun Gong beziehungsweise Mitglieder von im Untergrund agierenden christlichen Hauskirchen. Auch für den blinden Menschenrechtsaktivisten Chen Guangcheng setzte er sich ein. Gaos Engagement bei der Verteidigung seiner Mandanten war von seinem christlichen Glauben und dessen Lehren über Moral und Mitgefühl beeinflusst. Zuletzt verschwand Gao im Februar 2009 und wurde bis Dezember 2011 inoffiziell festgehalten. 2017 wurde Gao erneut verschleppt und gilt laut Amnesty International bis heute (2022) als Opfer des Verschwindenlassens. 2006 veröffentlichte Gao eine Autobiographie, die ein Jahr später in englischer Übersetzung unter dem Titel „A China More Just“ erschien und 2008 auf Deutsch unter dem Titel „Chinas Hoffnung, Mein Leben und Kampf als Anwalt im größten kommunistischen Staat“. Gao ist praktizierender Christ und galt 2008 als Kandidat für den Friedensnobelpreis. Am 16. Dezember 2011 meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, dass Gao zu drei Jahren Haft verurteilt wurde, da er gegen Bewährungsauflagen verstoßen haben soll. Am 7. August 2014 wurde Gao aus der Haft entlassen. Im August 2017 wurde Gao erneut verschleppt. Laut Amnesty International wird Gao seit August 2017 vermisst und seitdem hat man nichts mehr von ihm gehört. Bis heute (Mai 2026) ist Gao immer noch verschwunden. Unterstützung für seine Menschenrechtsarbeit fand Gao unter anderem durch die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, den früheren DDR-Bürgerrechtler Arnold Vaatz und den Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments Rainer Wieland.

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