212.599 Profile im Ranking

Geneviève Tabouis

Frankreich · Journalisten · Lebte 1892 bis 1985 · im Alter von 93

Geneviève Tabouis wird in 7 Sprachen etwa 32 Mal am Tag gelesen.

Ein typischer Tag, 30 Tage bis 19. Juni 2026

Der mittlere Tag der gezählten Tage, damit eine Nachrichtenwoche ihn nicht verschieben kann. Die Linie darunter zeigt die letzten 60 Tage, ein Punkt pro Tag.

Stimmt etwas nicht?
Vergleichen

Geneviève Tabouis, richtig Geneviève Lequesne (* 23. September 1892 in Paris; † 22. September 1985) war eine linksgerichtete französische Journalistin. Tabouis hatte über ihre Onkel Jules und Pierre Paul Cambon Zugang zu diplomatischen Zirkeln.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Fotos 1

Auszeichnungen

Grand Officer of the National Order of Merit1977
Prix Jules-Favre1929
Order of Friendship of Peoples

Zur Person

Geneviève Tabouis, richtig Geneviève Lequesne (* 23. September 1892 in Paris; † 22. September 1985) war eine linksgerichtete französische Journalistin. Tabouis hatte über ihre Onkel Jules und Pierre Paul Cambon Zugang zu diplomatischen Zirkeln. Jules nahm sie mit 14 Jahren zur Madrider Hochzeit Alfons’ XIII. mit, wo sie Zeugin eines blutigen Bombenattentats der Los Solidarios wurde. In der Folge beschäftigte sie sich mit Ägyptologie und vertrat zwischen den Weltkriegen als Journalistin zwei Provinzzeitungen beim Völkerbund. Um 1929 wurde sie Auslandsredakteurin der linken Tageszeitung L'Œuvre. In ihrem Haus traf sie eine Vielzahl Politiker und Botschafter. Tabouis machte den Hoare-Laval-Pakt öffentlich. Sie sagte weiter, durch Informanten präpariert, die deutsche Remilitarisierung des Rheinlandes, den Anschluss Österreichs und des Sudetenlandes voraus, so dass Adolf Hitler in einer Rundfunkansprache äußerte: „... und Madame Tabouis, die weiseste der Frauen, weiß, was ich tun werde, noch bevor ich es selbst weiß.“ Ihre Voraussagen einer England-Invasion zwischen dem 15. und 20. August 1940 und dass Hitler mit dem Blitzkrieg in Frankreich unzufrieden sei, trafen allerdings nicht zu. Bei der Eroberung von Paris durch die Wehrmacht floh Tabouis, die dem Front populaire Léon Blums und dem spanischen Frente Popular nahestand, nach Bordeaux. Ihr Mann, ein Radiodirektor, blieb in Paris, ebenso ihre beiden Kinder, wobei ihr Sohn in die französische Armee eingezogen worden war. Die Vichy-Regierung stellte im August 1940 einen Haftbefehl gegen Tabouis aus, jedoch war sie inzwischen bereits über London in die USA exiliert. Zusammen mit den alliierten Propagandisten Lord Snell, Henry Wickham Steed, Richard Crossman, Herbert Morrison und Brigadegeneral A. C. Temperley vom britischen Kriegsministerium gab sie ein Buch sowie von 1942 bis 1945 ein französischsprachiges Propagandajournal in New York heraus. Daneben erschienen weitere propagandistische, politische Bücher von ihr. In They Called Me Cassandra von 1942 gab sie ein Interview mit dem verstorbenen deutschen Botschafter Roland Köster wieder, der angeblich politische Morde seiner Regierung im europäischen Ausland bestätigte und voraussagte (Louis Barthou, Alexander I. [Jugoslawien], Ion Duca, Engelbert Dollfuß u. a.). Tabouis freundete sich in den USA mit Eleanor Roosevelt an. Nach dem Krieg kehrte sie nach Frankreich zurück und schrieb außenpolitische Artikel für verschiedene Tageszeitungen: La France libre (1945-1949), l'Information (1949-1956) und Paris-Jour (ab 1959). Tabouis wurde in Frankreich lange Zeit für eine sowjetische Agentin gehalten.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Land
Frankreich
Kategorie
Journalisten
Art
Journalist
Status
verstorben
Daten
Lebte 1892 bis 1985 · im Alter von 93

Fame.am misst Signale öffentlicher Sichtbarkeit. Es misst nicht den Wert eines Menschen, Talent, Moral oder Glaubwürdigkeit.