Germanus von Granfelden

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Lebte 612–675, im Alter von 63
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    612–675
    Alter 63
Zusammenfassung
Aktualisiert 20.08.2026

Germanus von Granfelden (* um 612 in Trier; † 675 bei Moutier, Kanton Jura, Schweiz) war der erste Abt des Klosters Moutier-Grandval; er ist ein christlicher Heiliger. Germanus stammte aus einer einflussreichen Senatorenfamilie von Trier. Er wurde Mönch und zog zuerst ins Kloster Remiremont, später wechselte er ins Kloster Luxeuil. Als Abt Waldebert von Luxeuil um 640 mit kräftiger Unterstützung des elsässischen Herzogs Gundoin das Tochterkloster Moutier-Grandval (Granfelden) gründete, setzte er ihn dort als Abt ein. Das Kloster kümmerte sich um die Strasse über den Jura, deren genauer Verlauf allerdings unklar bleibt. Im Jahr 675 wollte Eticho, Herzog des Elsass, das Gebiet um Delsberg unterwerfen. Germanus trat als Vermittler auf und traf mit seinem Begleiter Randoald bei Courtételle (südwestlich von Delsberg) auf ihn. Nach Auseinandersetzungen wurden Germanus und Randoald auf dem Rückweg von Anhängern des Herzogs erschlagen. Leben und Tod von Germanus sind am Ende des 7. Jahrhunderts auf Wunsch seines Klosters von Bobolenus, einem Mönch wohl von Luxeuil, beschrieben worden. Die Erzählung stützt sich auf die Berichte mehrerer Zeitgenossen und gilt als zuverlässig. Germanus’ Gedenktag ist der 21. Februar. Sein Abtsstab ist bis heute erhalten geblieben und gehört zu den ältesten erhaltenen Krummstäben. Er wird im Musée jurassien d’art et d’histoire in Delsberg aufbewahrt.

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