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Giovanni Galbaio

Politiker · Lebte 800 bis 804 · im Alter von 4

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Giovanni Galbaio (* Mitte des 8. Jahrhunderts; † nach 803) war nach der venezianischen historiographischen Tradition, wie die staatlich gesteuerte Geschichtsschreibung häufig genannt wird, der 8. Doge der Republik Venedig, aber auch der erste Mitdoge, da er nicht gewählt, sondern von seinem Vater eingesetzt wurde.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Fotos 1

Im Umfeld

Vater: Maurizio Galbaio

Zur Person

Giovanni Galbaio (* Mitte des 8. Jahrhunderts; † nach 803) war nach der venezianischen historiographischen Tradition, wie die staatlich gesteuerte Geschichtsschreibung häufig genannt wird, der 8. Doge der Republik Venedig, aber auch der erste Mitdoge, da er nicht gewählt, sondern von seinem Vater eingesetzt wurde. Iohannes, wie er in den zeitnahen Quellen heißt, geriet im Kampf gegen die Langobarden, die unter König Desiderius versuchten, Istrien zu erobern, in deren Gefangenschaft. Aus dieser wurde er zu einem unbekannten Zeitpunkt entlassen. Schon zu Lebzeiten seines Vaters Mauritius (I.) wurde er im Jahr 785 (auch 778 wurde genannt) zum Mitherrscher erhoben. Damit war er der erste Doge, der nicht von der Volksversammlung gewählt wurde. Er regierte nach dem Tod seines Vaters von 787 bis 803 allein, wobei die jüngere Forschung annimmt, dass er erst 797 zum alleinregierenden Dogen wurde. Mit Mauritius, Johannes sowie dessen Sohn Mauritius (II.), den Iohannes zum Mitdogen erhob, bildeten die Galbaii eine erste, wenn auch kurzlebige Dogendynastie in den Jahren 764 bis 803. Ähnlich wie zur Zeit seines Vaters geriet der Dukat Venedig in die Auseinandersetzungen zwischen dem Frankenreich unter Karl I., der 774 das Langobardenreich erobert hatte, und dem Byzantinischen Reich, zu dem die Lagune von Venedig mit ihren städtischen Zentren formal noch immer gehörte. Dabei eskalierte mit der Kaiserkrönung Karls im Jahr 800 und dem Tod der Kaiserin Irene im Jahr 802 der Streit zwischen den Großmächten ihrer Zeit (Zweikaiserproblem). Nach dem Mord an Johannes, dem Patriarchen von Grado, musste der gleichnamige Doge gemeinsam mit seinem Sohn Mauritius (II.) fliehen, der auf Geheiß seines Vaters den Patriarchen von einem Turm hatte stürzen lassen. Der weitere Verbleib der beiden Dogen ist nicht überliefert, ebenso wie der Zeitpunkt ihres Todes, wenn auch Mantua genannt wurde, bzw. „Francia“. Die venezianische Tradition akzeptierte den Sohn des Iohannes, der von seinem Vater als Doge eingesetzt worden war, nie als Amtsinhaber, wenn sich auch in der venezianischen Historiographie Hinweise finden, dass es zur Legitimität des zweiten Mauritius spätestens im 18. Jahrhundert abweichende Auffassungen gab. Mauritius (II.) erscheint dementsprechend nicht in der traditionellen Liste der 120 Dogen, die die späte venezianische Tradition kennt. Mehrere patrizische Familien führten sich auf den Dogen, bzw. seine Familie zurück, darunter die Calbo, Querini und Canal.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Kategorie
Politiker
Art
Politiker
Status
verstorben
Daten
Lebte 800 bis 804 · im Alter von 4

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