Giovanni Gradenigo

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Lebte 1273–1356, im Alter von 83
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    1273–1356
    Alter 83
Zusammenfassung
Aktualisiert 17.07.2026

Giovanni Gradenigo (* um 1279 in Venedig; † 8. August 1356 ebenda), wegen seiner ungewöhnlich großen Nase Nason genannt, war, folgt man der staatlich gesteuerten Geschichtsschreibung der Republik Venedig, ihr 56. Doge. Er amtierte von seiner Wahl am 21. April 1355 bis zu seinem Tod, weniger als sechzehn Monate später. Während dieser kurzen Zeit konnte Venedig zwar Frieden mit Genua und Mailand schließen, doch andererseits entbrannte ein Krieg mit Ungarn, mit Görz und dem Patriarchen von Aquileia, dessen Ende der Doge nicht mehr erlebte. In dem handels- und wirtschaftspolitischen Streit innerhalb Venedigs, der seit Jahren um die Frage der Finanzierung und Lastenverteilung aus Kriegs- und Versorgungsaufgaben tobte, und der den vorherrschenden Adel zu spalten drohte, hatte der Doge wohl keinerlei Einfluss. Seinen Aufstieg verdankte Gradenigo nicht nur seiner Standeszugehörigkeit, sondern auch einer Reihe bedeutender Ämter und Gesandtschaftsreisen, darunter in Rom und Konstantinopel, aber auch auf dem oberitalienischen Festland und auf der Halbinsel Istrien. Bei der Niederschlagung einer Verschwörung, nämlich der unter dem Dogen Marino Falier im Jahr 1355, spielte Gradenigo eine zentrale Rolle. In aller Eile wurde er zum Nachfolger des hingerichteten Dogen gewählt, obwohl er auf die 80 Jahre zuging und schwer krank war.

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Belege

Quellen