Al-Hākim an-Naisābūrī

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Lebte 933–1014, im Alter von 81
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    933–1014
    Alter 81
Zusammenfassung
Aktualisiert 21.07.2026

Abū ʿAbdallāh Muḥammad b. ʿAbdallāh b. Ḥamdaweih al-Ḍabbī al-Ḥākim an-Naisābūrī b. Baiyiʿ (arabisch أبو عبدالله محمد بن عبدالله بن حمدويه الضبي الحاكم النيسابوري ابن بييع; geb. 933; gest. 1014) war ein sunnitisch-schāfi'ītischer Hāfiz (Überlieferungsgelehrter) aus Nischapur (im heutigen Iran). Er gilt als einer der bedeutendsten Gelehrten der Hadith (Prophetenüberlieferungen) des 10. und 11. Jahrhunderts und wirkte zugleich als Fiqh (Rechtsgelehrter) und Qādī (islamischer Richter). Ein Hadith (arabisch für „Bericht“ oder „Überlieferung“) ist eine überlieferte Aussage, Handlung oder stillschweigende Billigung des Propheten Mohammed. Die Hadithe gelten im Islam neben dem Koran als wichtigste Rechts- und Glaubensquelle. Die Hadithwissenschaft beschäftigt sich mit der Echtheitsprüfung dieser Überlieferungen: Dabei wird zum einen untersucht, ob die Isnād (Überlieferungskette, d. h. die lückenlose Abfolge der Gewährsmänner vom Propheten bis zum Verfasser) zuverlässig ist, und zum anderen, ob der überlieferte Text inhaltlich glaubwürdig erscheint. Ein Hāfiz (arabisch حافظ, „Bewahrer“) bezeichnet im Kontext der Hadithwissenschaft einen Gelehrten, der eine sehr große Zahl von Hadithen und deren Überlieferer auswendig kennt und beurteilen kann – über die bloße Koranmemorierung hinaus.

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