Henry Purcell

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Lebte 1659–1695, im Alter von 36United Kingdom
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    1659–1695
    Alter 36
Zusammenfassung
Aktualisiert 08.06.2026

Henry Purcell ([ˈpɜːrsəl]; * 10. September 1659 (?) in Westminster; † 21. November 1695 ebenda) war ein englischer Komponist des Barock. Schon zu seinen Lebzeiten galt er als der bedeutendste englische Komponist und wurde daher mit dem Ehrentitel Orpheus britannicus gewürdigt. Purcells Karriere war eng mit dem Königshof verbunden. Er begann als Chorknabe in der Chapel Royal, wurde Organist der Westminster Abbey und schuf Oden für spezielle Anlässe. Als wesentliches zweites Standbein diente die Arbeit für das Theater, wo in England zu Purcells Zeit keine Opern mit Rezitativen reüssieren konnten, die Musikstücke ergänzten also gesprochene Theaterstücke. Weitere Einnahmen generierte Purcell durch Unterricht und Veröffentlichungen seiner Werke. Purcell verband in seiner Musik die englische Tradition kontrapunktischer Arbeit mit ausdrucksvoller Stimmführung etwa im Querstand mit französischen und vor allem italienischen Einflüssen wie der Sequenz mit ihrem Generalbassfundament. In der Vokalmusik folgte Purcell der englischen Textdeklamation genau. Wirkungsvoll ist seine Verwendung des ground songs mit wiederholtem Bassfundament. Besonders bekannt sind heute seine kurze Oper Dido and Aeneas (1689) mit ihrem Lamento und die Frostszene aus der Semi-Oper King Arthur. Nach seinem Tod mit nur 35 Jahren übte Purcell großen Einfluss auf die englische Musikkultur aus, wo ab 1710 auch Georg Friedrich Händel Purcells Werke als Vorlagen nutzte. Die zunehmende Dominanz des italienischen Geschmacks brachte seine Musik jedoch weitgehend zum Verstummen, bis sich Organisationen wie die Academy of Ancient Music auch wieder um seine Beiträge für das Theater bemühten. Im 20. Jahrhundert ließen sich eine Reihe bedeutender englischer Komponisten von Purcell beeinflussen, auch im Film und in der Popularmusik sind seine Spuren zu erkennen.

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