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Jan Vansina

Belgien · Akademiker · Lebte 1929 bis 2017 · im Alter von 87

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Jan Maria Jozef Emiel Vansina (* 14. September 1929 in Antwerpen; † 8. Februar 2017) war ein belgischer Ethnologe und Historiker. Er studierte mittelalterliche Geschichte in Löwen. Seine Lehrer waren unter anderem Albert de Meyer und Jozef Desmet, die beide Schüler des Positivisten Ernest Cauchie waren.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Stationen eines Lebens

2017Gestorben8. Februar 20172015American Historical Association Award for Scholarly DistinctionAuszeichnung2005ASA Best Book PrizeAuszeichnung1999Grand Officer of the Order of LeopoldAuszeichnung1994Fellow of the British AcademyAuszeichnung1986Distinguished Africanist AwardAuszeichnung1980Guggenheim FellowshipAuszeichnung1967ASA Best Book PrizeAuszeichnung1929Geboren14. September 1929

Auszeichnungen

American Historical Association Award for Scholarly Distinction2015
ASA Best Book Prize2005
Grand Officer of the Order of Leopold1999
Fellow of the British Academy1994
Distinguished Africanist Award1986
Guggenheim Fellowship1980
ASA Best Book Prize1967
Fellow of the Royal Historical Society

Zur Person

Jan Maria Jozef Emiel Vansina (* 14. September 1929 in Antwerpen; † 8. Februar 2017) war ein belgischer Ethnologe und Historiker. Er studierte mittelalterliche Geschichte in Löwen. Seine Lehrer waren unter anderem Albert de Meyer und Jozef Desmet, die beide Schüler des Positivisten Ernest Cauchie waren. Vansina untersuchte die mündlich-geschichtliche Überlieferung (Oral History) in Afrika südlich der Sahara - im Besonderen über Genealogien. Er gilt als einer der Begründer der amerikanischen Afrikanistik und hatte großen Einfluss auf die Oral-History-Forschung. 1982 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences aufgenommen, 1994 in die British Academy und 2000 in die American Philosophical Society. Vansina, emeritierter Professor an der University of Wisconsin-Madison, starb im Februar 2017. Auf Vansina geht die „Floating Gap“ (schwebende Lücke) zurück, eine Barriere beim Langzeitdenken. Danach gibt es im Kollektiven Gedächtnis der Kulturen eine kritische Zeitspanne von rund 80 Jahren - die Spanne eines Menschenlebens von den frühen Erinnerungen bis zum Tod. Zwischen der alten, kollektiv überlieferten (Oral) History und den eigenen Erfahrungen bestehen keine Verbindungen. Die beiden Erinnerungsebenen seien „wie zwei Enden ohne Mitte“; somit tut sich eine Lücke auf. Diese Distanz trennt auch das Heute vom Ende des Zweiten Weltkrieges. Die letzten Zeitzeugen der NS-Diktatur, des Krieges und der Shoa sterben. Diese Schrecken drohen zur abstrakten Erinnerung zu werden: Zahlen, Daten, Fakten statt Erfahrung. Das hat Folgen für die Lehren, die aus dem Zivilisationsbruch folgen. Ohne aktive Erinnerungsarbeit droht das „Nie wieder“ in Vergessenheit zu geraten.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Land
Belgien
Kategorie
Akademiker
Art
Akademiker
Status
verstorben
Daten
Lebte 1929 bis 2017 · im Alter von 87

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