Jean-Philippe Rameau

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Lebte 1683–1764, im Alter von 81France
FranceFrankreichMusikerSänger / Musiker
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  • Epoche
    1683–1764
    Alter 81
  • Auszeichnungen
    1
    recognised work
Zusammenfassung
Aktualisiert 08.06.2026

Jean-Philippe Rameau (getauft 25. September 1683 in Dijon; † 12. September 1764 in Paris) war ein französischer Komponist, Cembalovirtuose, Organist und Musiktheoretiker. Als Sohn eines Organisten wirkte er nach einer Studienreise, die ihn bis Mailand führte, bis zu seinem 40. Lebensjahr vorwiegend als Organist in verschiedenen französischen Kirchen. Wiederholt verließ er dabei seine Anstellung frühzeitig. Im Zuge der Vorbereitung seines ersten theoretischen Werks, der Harmonielehre Traité de l’harmonie, siedelte er 1722 endgültig nach Paris über, wo er lange Zeit im Palast des Generalsteuereinnehmers Alexandre Le Riche de La Pouplinière lebte und wirkte. Kurz vor seinem Tod wurde er in den Adelsstand erhoben. In seinen Cembalowerken geht Rameau von den feinen Texturen und der Eleganz François Couperins aus, erweitert aber die satztechnischen und harmonischen Mittel. Das eigentliche Ziel seines kompositorischen Schaffens war die Tragédie en musique, die große tragische Opernkomposition in der Nachfolge Jean-Baptiste Lullys, an die er sich erst im Alter von 50 Jahren wagte. Hier wertete er die Rolle des Orchesters auf, erhöhte die Kontraste und verwirklichte seine Idee, dass die Melodik in der Harmonik verwurzelt sei, die zudem den Ausdruck der Musik in stärkerem Maße als zuvor bestimmt. In seinen theoretischen Texten führt Rameau im Sinne der Aufklärung eine komplizierte empirische Musikpraxis auf ein Naturprinzip zurück, das er basse fondamentale nennt. Den Grundton des Akkords erklärt er mit der Unterteilung der Saite am Monochord. Die Dissonanz hält die Akkorde zusammen und sorgt für die Bewegung der Musik. Sowohl seine Harmonielehre als auch die Opern waren äußerst einflussreich und wurden kontrovers diskutiert. Zunächst fand die Auseinandersetzung zwischen den konservativen „Lullisten“ und den „Ramisten“ statt, dann der Buffonistenstreit, in Zuge dessen Jean-Jacques Rousseau eine einfachere italienische Musik gegen die Musik Rameaus an der Hofoper ausspielte. Ab 1760 diente Rameaus Musik wiederum dazu, die italienische Opera seria zu reformieren. Nachdem Rameaus Opern im späten 18. Jahrhundert von den Bühnen verschwunden waren, kam es im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einer langsamen Rehabilitation. Heute sind zahlreiche Einspielungen von Rameaus Werken in historisch informierter Aufführungspraxis verfügbar.

Voice

In ihren eigenen Worten

Belegte, datierte Zitate von Jean-Philippe Rameau

Jean-Philippe Rameau
sagte
Cacher l’Art par l’Art lui même. Conceal Art by Art itself.
Lettre à Houdar de la Motte, 1727.
Jean-Philippe Rameau
sagteundated
In f-major, c* [a C major chord] is a sonority contained within the overtones of the tonic f* [a F major chord].
ibid, p. 14.
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