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John Sack

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Lebte 1930–2004, im Alter von 74United States
United StatesVereinigte StaatenSchriftstellerSchriftsteller / Autor
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  • Epoche
    1930–2004
    Alter 74
Zusammenfassung
Aktualisiert 25.06.2026

John Sack (* 24. März 1930 in New York, NY; † 27. März 2004) war ein US-amerikanischer Journalist und Schriftsteller jüdischer Abstammung. Er war unter anderem Kriegskorrespondent in Korea, Vietnam, dem Irak und Jugoslawien, worüber er eine Reihe von Büchern veröffentlichte. In Deutschland bekannt wurde er vor allem mit seinem umstrittenen Werk An Eye for an Eye (1995) über Verbrechen einer kleinen Gruppe von aus jüdischen Familien stammenden Offizieren des stalinistischen polnischen Geheimdienstes Urząd Bezpieczeństwa (UB) in den Jahren 1945 und 1946. Diese hatten laut Sack mit dem Argument, Rache für den Holocaust zu nehmen, vor allem deutsche Gefangene in Arbeitslagern in Oberschlesien gequält und ermordet. In der Bundesrepublik löste das Buch, dessen deutsche Übersetzung unter dem Titel Auge um Auge angekündigt war, eine heftige Kontroverse aus. Die Wochenzeitung Die Zeit warf Sack vor, er behaupte, Juden und SS seien in gleicher Weise als Verbrecher anzuprangern. Angesichts der ersten Attacken auf das Buch ließ der Piper Verlag bereits 6000 gedruckte, aber noch nicht ausgelieferte Exemplare einstampfen. Andere Medien, darunter Der Spiegel, kamen zum Ergebnis, dass die Fakten offenkundig korrekt dargestellt waren, übten jedoch Kritik an der Form der Darstellung als „Dokudrama“. Wenig später brachte der Ernst-Kabel-Verlag das Buch heraus, ohne dass es weitere Kontroversen auslöste. Sack legt in Auge um Auge unter Berufung auf zahlreiche Augenzeugenberichte sowie Materialien aus dem Bundesarchiv und polnischen Archiven unter anderem dar, dass in den Nachkriegsjahren bis 1948 zwischen 60.000 und 80.000 Deutsche in Lagern des UB zu Tode gekommen sind. Im Mittelpunkt des Buches steht der Lagerkommandant Salomon Morel, den Sack persönlich befragt hat. Im bekannten US-Magazin Esquire erschien im Februar 2002 ein Artikel von ihm zum Thema Holocaustleugnung.

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