Julian

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Lebte 331–363, im Alter von 32
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    331–363
    Alter 32
Zusammenfassung
Aktualisiert 08.06.2026

Flavius Claudius Iulianus (griechisch Φλάβιος Κλαύδιος Ἰουλιανός Flávios Kláudios Ioulianós; geboren 331 oder 332 in Konstantinopel; gestorben am 26. Juni 363 in der Nähe von Maranga am Tigris) war von 360 bis 363 römischer Kaiser. In christlich geprägten Quellen wird er häufig als Iulianus Apostata, deutsch auch Julian Apostata, bezeichnet (griechisch Ἰουλιανὸς ὁ Ἀποστάτης Ioulianos ho Apostates ‚Julian der Apostat‘, d. h. ‚der Abtrünnige‘), da er den christlichen Glauben aufgegeben hatte. Selten bezeichnet man ihn als Julian II., wenn Didius Julianus als Julian I. gezählt wird. Julian war ein Enkel Kaiser Constantius’ I., ein Neffe Kaiser Konstantins des Großen und ein Vetter Kaiser Constantius’ II. Letzterer ernannte Julian 355 zum Caesar (Juniorkaiser bzw. Unterkaiser) und beauftragte ihn, Gallien gegen die Germanen zu verteidigen. Diese Aufgabe erfüllte er sehr erfolgreich, doch blieb sein Vetter nicht ohne Grund misstrauisch: Als Constantius II. einen Teil der gallischen Truppen an die Ostgrenze des Reiches verlegen wollte, um gegen die Perser zu kämpfen, rebellierten die Soldaten im Jahr 360 und riefen Julian zum Kaiser aus. Nur der baldige Tod Constantius’ II. im Jahr 361 verhinderte einen Bürgerkrieg. Julians kurze Regierungszeit als Alleinherrscher war innenpolitisch durch seinen vergeblichen Versuch geprägt, das durch Konstantin den Großen im Reich privilegierte Christentum zurückzudrängen. Er wollte der alten römischen, besonders aber der griechischen Religion und den östlichen Mysterienkulten, im Folgenden vereinfachend als „Heidentum“ bezeichnet, durch staatliche Förderung wieder eine Vormachtstellung verschaffen. Julian unternahm eine große und ehrgeizige Militäroperation gegen das Sassanidenreich, in deren Verlauf er fiel. Sein Tod begrub jegliche Hoffnung auf eine Renaissance nichtchristlicher Weltanschauungen im Imperium Romanum.

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In ihren eigenen Worten

Belegte, datierte Zitate von Julian

Julian
sagteundated
Whither are we fleeing, my most valiant men? Do you not know that flight never leads to safety, but shows the folly of a useless effort?
Julian, to his fleeing troops at the Battle of Strasbourg, reported in Ammianus, Res gestae, bk. 16, ch. 12, sec. 40 (tr. J. C. Rolfe, i,
Julian
sagteundated
Can anyone be proved innocent, if it be enough to have accused him?
Julian, at the trial of Numerius, governor of Gallia Narbonensis, who was accused of embezzlement. Numerius had successfully defended
Julian
sagteundated
Nature loves to hide her secrets, and she does not suffer the hidden truth about the essential nature of the gods to be flung in naked words to the ears of the profane...
Oration to the Cynic Heracleios (tr. W. C. Wright, ii, 1913)
Julian
sagteundated
I had imagined that the prelates of the Galilaeans were under greater obligations to me than to my predecessor.
Edict to the people of Bostra, reported in Henry Bettenson, Documents of the Christian Church (Oxford UP, 1957)
Julian
sagteundated
They are irreverent to the gods and disobedient to our edicts, lenient as they are.
Edict to the people of Bostra, reported in Henry Bettenson, Documents of the Christian Church (Oxford UP, 1957)
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