Julius Evola

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Lebte 1898–1974, im Alter von 76Italy
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    1898–1974
    Alter 76
Zusammenfassung
Aktualisiert 21.06.2026

Julius Evola (vollständiger Name Giulio Cesare Andrea Evola; * 19. Mai 1898 in Rom; † 11. Juni 1974 ebenda) war ein italienischer Kulturphilosoph und Kulturpessimist, Esoteriker und metaphysischer Rassentheoretiker. Evola war nach dem Ersten Weltkrieg, an dem er als Artillerieoffizier teilnahm und dessen Ende er als Krise erlebte, Künstler im Umfeld des Futurismus, anschließend Dadaist. Anfang der 1920er Jahre brach er mit der Malerei und Poesie und widmete sich umfangreichen Studien über Okkultismus, Mystik, Hermetik, Hinduismus und Buddhismus, über die er zeit seines Lebens publizierte. In der Zeit des faschistischen Italien, mit dessen System er sympathisierte (und gleichzeitig die Fasci aus seiner aristokratisch-traditionalen Perspektive kritisierte), interessierte er sich zunehmend für Politik und polemisierte unterdessen gegen die katholische Kirche und das Christentum an sich. Bis 1934 entwickelte er seine Adaption des Traditionalismus, welche Hauptinhalt seines Wirkens wurde und von manchen Forschern als idiosynkratisch-faschistisch bewertet wird. Obwohl Evola insgesamt bis zum Ende des Mussolini-Regimes eine relativ marginale Figur blieb, war er ein profaschistischer spiritueller Rassist und Antisemit, der die Regime in Italien und Deutschland beeinflussen wollte. Von 1931 an unterhielt Evola im Deutschen Reich Beziehungen zu Exponenten der Konservativen Revolution und zur SS, in Rumänien zur Eisernen Garde. Ab den 1950er Jahren publizierte Evola weiterhin radikale zeitkritische Arbeiten, die das „Problem der Moderne“ (Materialismus statt Spiritualität, Demokratie statt „geistiger“ Aristokratie, Liberalismus statt Hierarchie) zum Mittelpunkt hatten. Im Gegensatz zum Italien Mussolinis nahmen nun junge und „idealistische“ Neofaschisten wie jene des Ordine Nuovo oder der Avanguardia Nazionale seine Ideen an und setzten sie mit gewalttätigen Aktionen in die Realität um. Evola wurde Ideengeber einerseits für den rechtsextremen italienischen Untergrund, andererseits beginnend in den 1980er Jahren für die metapolitische gesamteuropäische Neue Rechte inklusive der Identitären Bewegung. Besonders der Titel seines Buches Revolte gegen die moderne Welt wird in rechtsradikalen Kreisen verwendet.

Voice

In ihren eigenen Worten

Belegte, datierte Zitate von Julius Evola

Julius Evola
sagte
We cannot ask ourselves whether ‘woman’ is superior or inferior to ‘man’ any more than we can ask ourselves whether water is superior or inferior to fire.
Eros and the Mysteries of Love: The Metaphysics of Sex (1958)
Julius Evola
sagte
The occult war is a battle that is waged imperceptibly by the forces of global subversion, with means and in circumstances ignored by current historiography.
Men Among the Ruins: Post-War Reflections of a Radical Traditionalist (1953) [2002 ed.]
Julius Evola
sagte
As a social bond, now one does not find even a faith of the warrior kind, that is, relationships of loyalty and honour.
p. 34
Julius Evola
sagte
The Americans' "open-mindedness", which is sometimes cited in their favor, is the other side of their interior formlessness. The same goes for their "individualism".
American "Civilization" (1945) · Excerpts
Julius Evola
sagte
There is a necessary correspondence between the most advanced stages of a historical cycle and the most primitive. America is the final stage of modern Europe.
"The Young American Nation"
Hier zu finden

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