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Karl Leonhard

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Lebte 1904–1988, im Alter von 84Germany
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  • Epoche
    1904–1988
    Alter 84
  • Auszeichnungen
    1
    recognised work
Zusammenfassung
Aktualisiert 24.06.2026

Karl Leonhard (* 21. März 1904 in Edelsfeld, Bayern; † 23. April 1988 in Berlin) war ein deutscher Psychiater, welcher in der Tradition von Carl Wernicke und Karl Kleist stand und deren Arbeiten fortführte. Er entwickelte eine differenzierte Klassifikation der endogenen Psychosen nach nosologischen Kriterien. Darüber hinaus hat Leonhard ein vielfältiges Werk zu unterschiedlichen psychologischen, psychotherapeutischen und biopsychologischen Themen verfasst und eine Klassifikation des menschlichen Ausdruckes hinterlassen, die Mienen, Gesten und Phone nach inhaltlichen Kriterien ordnet. Leonhard war Humanist und setzte sich zeitlebens für einen würdevollen Umgang mit psychisch erkrankten Menschen ein. Während der Zeit des Dritten Reiches gehörte Leonhard, wie Karl Kleist, zu denjenigen Psychiatern, die keine gefährdenden Diagnosen mehr stellten, um die Patienten vor der Ermordung im Rahmen der Aktion T4 zu bewahren. Insbesondere die schizophrenen Diagnosen wurden nicht mehr gestellt oder dokumentiert. In der Nachkriegszeit wechselte er in die DDR, wo er bis zu seinem Tode wissenschaftlich arbeitete.

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Quellen