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Leo II.

Historische Persönlichkeiten · Lebte 1150 bis 1219 · im Alter von 69

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Leo II. (auch Lewon; † 1. Mai 1219 in Kilikien) war der erste König von Kleinarmenien und regierte ab 1187 zunächst als Fürst, von seiner Krönung 1199 bis zu seinem Tod 1219 dann als König.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

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Zur Person

Leo II. (auch Lewon; † 1. Mai 1219 in Kilikien) war der erste König von Kleinarmenien und regierte ab 1187 zunächst als Fürst, von seiner Krönung 1199 bis zu seinem Tod 1219 dann als König. Die Zählung als Leon II. schließt die rubenidischen „Herren der Berge“ ein - als erster König von Kleinarmenien wird er auch als Leo I. gezählt. Leo wurde 1187, nach dem Tod seines Bruders Ruben III. Fürst von Kleinarmenien. Um die Unabhängigkeit seines Fürstentums gegenüber Byzanz zu stärken, betrieb er eine Politik der Annäherung an das Römisch-deutsche Kaiserreich. Er unterstützte Kaiser Friedrich Barbarossa großzügig, als dieser auf dem Dritten Kreuzzug sein Fürstentum erreichte, und unterhielt später diplomatischen Kontakt zu dessen Sohn, Kaiser Heinrich VI. Er näherte die armenisch-apostolische Kirche der römisch-katholischen an und huldigte dem römisch-deutschen Kaiser, um durch ihn zum König erhoben zu werden. Leo wurde am 6. Januar 1199 zum König gekrönt. Krönungsort war die Sophienkirche von Tarsos. Anwesend waren der Mainzer Erzbischof Konrad I. von Wittelsbach als Vertreter des Papstes und des römisch-deutschen Kaisers, der armenische Katholikos Grigor VI. Apirat (1194-1203), der syrisch-orthodoxe Patriarch von Antiochia und der griechische Metropolit von Tarsos. Für die Feier hatte Nerses von Lambron zuvor die lateinische Krönungsliturgie in das Armenische übersetzt. Ob Konrad von Mainz oder Katholikos Grigor die Krönung vornahm, wird in der Forschung unterschiedlich beurteilt. In die Auseinandersetzungen um die Nachfolge Bohemunds III. als Fürst von Antiochia war Leo ebenfalls involviert. 1203 griff er Antiochia an, wurde aber zurückgeschlagen. Erst bei einem neuerlichen Versuch im Jahr 1216 nahm er die Stadt ein und setzte seinen Großneffen Raimund II. als Fürst ein. Dieser konnte sich jedoch nur bis zu Leos Tod im Jahr 1219 in Antiochia halten und wurde danach rasch von seinem Vorgänger Bohemund IV. wieder von dort verdrängt. Auch sonst griff Leo in die Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Kreuzfahrerstaaten und islamischen Herrschaftsgebieten ein. Zwischenzeitig nahm er die Templerburgen von Roche Roussel und Roche Guillaume ein und versuchte, Darbsak von den Aleppinern zurückzuerobern. 1213 griffen die Templer Baghras an, das sie aber trotz der Exkommunikation Leos erst 1216 zurückerhielten. Leo war zwei Mal verheiratet: In erster Ehe heiratete er um 1188 Elisabeth „von Österreich“ († 1207). Der Chronist Smbat Sparapet bezeichnet sie als Nichte (Tochter des Bruders) der Sibylle, der dritten Gattin Bohemunds III. von Antiochia. Elisabeth wurde 1206 von Leo verstoßen, eingekerkert und 1207 vergiftet. Um 1210 heiratete er in zweiter Ehe Sibylle von Lusignan, Tochter des Königs Amalrich II./I. von Jerusalem und Zypern. Leo machte seine Tochter aus zweiter Ehe, Isabella zu seiner Erbin, obwohl er von seiner ältesten Tochter aus erster Ehe, Rita, einen Enkel hatte, und mit Raimund Ruben ein Enkel seines Bruders Ruben III. existierte.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Kategorie
Historische Persönlichkeiten
Art
Historische Persönlichkeit
Status
verstorben
Daten
Lebte 1150 bis 1219 · im Alter von 69

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