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Leslie Leiserowitz

Israel · Wissenschaftler · Geboren 1934 · Alter 92

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Leslie Leiserowitz (* 9. April 1934 in Johannesburg) ist ein israelischer Chemiker und Kristallograph. Leiserowitz studierte Elektrotechnik an der Universität Kapstadt mit Bachelor-Abschluss, arbeitete kurz als Elektroingenieur und erhielt einen Master-Abschluss in Physik (Röntgenkristallografie, unter Reginald James).

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Stationen eines Lebens

2021Wolf Prize in ChemistryAuszeichnung2018The EMET Prize for Art, Science and CultureAuszeichnung2016Israel PrizeAuszeichnung2002Gregori Aminoff PrizeAuszeichnung1987Prelog Medal and LectureAuszeichnung1934Geboren9. April 1934

Auszeichnungen

Wolf Prize in Chemistry2021
The EMET Prize for Art, Science and Culture2018
Israel Prize2016
Gregori Aminoff Prize2002
Prelog Medal and Lecture1987

Zur Person

Leslie Leiserowitz (* 9. April 1934 in Johannesburg) ist ein israelischer Chemiker und Kristallograph. Leiserowitz studierte Elektrotechnik an der Universität Kapstadt mit Bachelor-Abschluss, arbeitete kurz als Elektroingenieur und erhielt einen Master-Abschluss in Physik (Röntgenkristallografie, unter Reginald James). 1959 kam er an das Weizmann-Institut in die Abteilung Röntgenkristallographie unter Gerhard Schmidt, einem Schüler von Dorothy Crowfoot-Hodgkin. Die Gruppe am Weizmann-Institut hatte einen internationalen Ruf auf diesem Gebiet (besonders in der Festkörperchemie). Von 1966 bis 1968 war er an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, um dort auf Einladung von Heinz Staab (der sich an das Weizmann-Institut gewandt hatte) eine Röntgenkristallographie-Abteilung im Rahmen der organischen Chemie einzurichten. Er entwickelte und installierte dabei auch Computerprogramme, die die direkte, später mit dem Nobelpreis gewürdigte Methode von Herbert Hauptman und Jerome Karle verwendeten. Zurück am Weizmann-Institut befasste sich Leiserowitz mit der Synthese von Molekülen zur Erforschung verschiedener molekularer Wechselwirkungen mit Röntgenkristallographie (Crystal Engineering). Er untersuchte auch in Zusammenarbeit mit dänischen Wissenschaftlern dünne Molekülfilme mit Synchrotronstrahlung des DESY in Hamburg. Mit Meir Lahav verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit über die stereochemische Kontrolle von Kristallbildung und Kristallwachstum durch gezielte Verunreinigungen. Er ist auch aktiv in der Malariaforschung, zum Beispiel untersuchte er Malariaerreger mit Röntgenstrahlmikroskopie (Fluoreszenzbilder von Eisen nach Röntgenbestrahlung in infizierten roten Blutkörperchen) und bei der Untersuchung von Antimalaria-Medikamenten wie Chinolin-Verbindungen. Der Malariaerreger baut Hämoglobin ab, wobei für ihn giftige Häme entstehen, die er in Hämozoin-Kristalle verpackt. Die Chinoline behindern das Wachstum der Hämozoin-Kristalle. Leiserowitz und Ronit Buller konnten mit Computersimulation das Wachstum der Hämozoin-Kristalle modellieren und fanden Kristallflächen, die ideal für das Andocken der Chinoline waren. Das erklärte auch die Vorteile bestimmter Antimalaria-Mittel und gab Hinweise auf verbessertes Medikamentendesign. Das ist Teil seiner Forschung zu molekularen Erkennungsmechanismen an Kristallflächen. 1987 erhielt er die Prelog-Medaille und -Vorlesung, 2002 gemeinsam mit Meir Lahav den Gregori-Aminoff-Preis, 2016 den Israel-Preis, 2018 den EMET-Preis und 2021 gemeinsam mit Meir Lahav den Wolf-Preis in Chemie. 1997 wurde Leiserowitz in die Leopoldina gewählt.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Land
Israel
Kategorie
Wissenschaftler
Art
Wissenschaftler
Status
lebend
Daten
Geboren 1934 · Alter 92

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