Luigi Schiaparelli

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Lebte 1871–1934, im Alter von 63
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    1871–1934
    Alter 63
  • Auszeichnungen
    1
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Zusammenfassung
Aktualisiert 04.07.2026

Luigi Schiaparelli (* 2. August 1871 in Cerrione; † 26. Januar 1934 in Florenz) war ein italienischer Paläograph und Diplomatiker. Er war ein Vetter des Arabisten Celestino Schiaparelli und des Astronomen Giovanni Virginio Schiaparelli. Nachdem er sich von September 1894 bis Juli 1895 in München fortgebildet hatte, finanziell unterstützt von der Familie, – nicht bei Ludwig Traube in Paläographie und Mittellatein, sondern bei den Historikern Hermann Grauert, Harry Simonsfeld und Karl Theodor von Heigel – wurde er Mitarbeiter von Paul Fridolin Kehr bei der Erfassung des Archivmaterials für die Italia Pontificia im Rahmen des Göttinger Papsturkundenwerks. 1902 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Istituto Storico Italiano per il Medio Evo, seit 1903 unterrichtete er als Nachfolger von Cesare Paoli Paläographie und Diplomatik am Regio Istituto di studi superiori di Firenze, der heutigen Universität. Neben umfangreichen Editionen frühmittelalterlicher Urkunden widmete er sich besonders der Erforschung des Kürzungswesens in mittelalterlichen Schriften und der Tachygraphie, aber auch die Erstveröffentlichung des Indovinello veronese, eines der ältesten Texte in Volgare, stammt von ihm. Neben den Urkunden der Könige von Italien hat er auch die beiden ersten Bände des Codice diplomatico longobardo vorgelegt, der erst in den letzten Jahrzehnten von Carlrichard Brühl und Herbert Zielinski zum Abschluss gebracht werden konnte. 1907 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt. Seit 1920 war er korrespondierendes Mitglied der Accademia dei Lincei, 1928 wurde er socio nazionale.

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