Lydia Fairchild
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Lydia Fairchild und ihre Kinder wurden durch den britischen Dokumentarfilm The Twin Inside Me (zu dt. Der Zwilling in mir) bekannt. Fairchild ist einer der seltenen Fälle einer menschlichen Chimäre – eines Menschen der nicht von einer einzigen befruchteten Eizelle abstammt, sondern von mehreren Zelllinien. Lydia Fairchild war mit ihrem dritten Kind schwanger, als sie und ihr Mann Jamie Townsend sich trennten. Als Fairchild im Jahre 2002 Sozialhilfe beantragte, musste sie belegen, dass Townsend der rechtmäßige Vater der Kinder sei. Während die Untersuchungsergebnisse einwandfrei bestätigten, dass Townsend deren Vater ist, zeigten die DNA-Tests, dass sie nicht die Mutter ihrer Kinder sein konnte. Fairchild wurde dann dafür angeklagt, dass sie finanzielle Unterstützung für fremde Kinder habe erschwindeln wollen; Berichten des Krankenhauses über die Geburt ihrer Kinder wurde keine Beachtung geschenkt. Die Ankläger verlangten sodann, dass ihre zwei Kinder Pflegeeltern übergeben werden sollten. Als die Geburt ihres dritten Kindes bevorstand, verordnete der Richter, dass ein Zeuge bei der Geburt anwesend sein müsse. Dieser sollte dann bestätigen, dass sofort Blutproben sowohl von der Mutter als auch vom Kind genommen worden seien. Zwei Wochen später zeigten Untersuchungen, dass Lydia ebenfalls nicht die Mutter dieses Kindes sei. Ein Durchbruch gelang, als ein Anwalt des Anklägers einen Artikel des New England Journal of Medicine über einen ähnlichen Fall fand und erkannte, dass Fairchild ebenfalls eine Chimäre sein könnte. Im Jahre 1998 benötigte nämlich die 52-jährige Bostoner Lehrerin Karen Keegan eine Spenderniere. Als ihre drei erwachsenen Söhne als mögliche Spender abgeklärt wurden, stellte man fest, dass zwei von ihnen nicht ihre Kinder sein konnten. Weitere Untersuchungen ergaben, dass Keegan eine Chimäre war, eine Kombination aus zwei Zelllinien mit unterschiedlichen Chromosomensätzen. Die fremde Zelllinie stammte vermutlich von einer anderen befruchteten Eizelle, die sich mit dem Embryo verbunden hatte. Die Ankläger in Fairchilds Fall benachrichtigten ihre Anwälte bezüglich dieses möglichen Szenario, woraufhin weitere DNA-Proben von nahen Verwandten genommen wurden. Das Erbgut von Fairchilds Mutter entsprach jenem, das bei der Großmutter der Kinder erwartet worden war. Es wurde auch festgestellt, dass das Erbgut aus Fairchilds Hautzellen nicht mit dem ihrer Kinder übereinstimmte, das aus Proben ihres Gebärmutterhalses (Zervix) hingegen schon. Dies bestätigte die Vermutung, dass Lydia Fairchild eine Chimäre sei.
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Quellen
- Фэрчайлд, ЛидияGeringe Zuverlässigkeitwikipedia · ru.wikipedia.org
- ليديا فيرتشايلدGeringe Zuverlässigkeitwikipedia · ar.wikipedia.org
- Lydia FairchildGeringe Zuverlässigkeitwikipedia · de.wikipedia.org