Marguerite Frick-Cramer

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Lebte 1887–1963, im Alter von 76Switzerland
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    1887–1963
    Alter 76
Zusammenfassung
Aktualisiert 30.07.2026

Marguerite «Meggy»Frick-Cramer (* 28. Dezember 1887 in Genf als Renée-Marguerite Cramer; † 22. Oktober 1963 ebenda; heimatberechtigt ebenda, später auch in Sennwald, Kanton St. Gallen) war eine Schweizer Juristin, Historikerin und humanitäre Aktivistin. Im Jahr 1910 erwarb sie als erst dritte Frau die Lizenz zur Ausübung des Rechtsanwaltsberufes. 1917 wurde sie nach drei Jahren in hohen Positionen beim Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) als erste Frau eine Delegierte der Organisation und 1918 das erste weibliche Mitglied in deren Leitungsgremium. Zur gleich Zeit war sie die erste Historikerin der Schweiz, die eine Vertretungsprofessur erhielt. Darüber hinaus war Frick-Cramer eine Pionierin für die Gleichstellung der Geschlechter in der Fortentwicklung des humanitären Völkerrechts, vor allem da sie 1929 als erste Frau Co-Autorin einer Genfer Konvention wurde. Während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft in Deutschland und insbesondere während des Zweiten Weltkrieges wurde Frick-Cramer als Expertin für internierte Zivilisten zu einer der wichtigsten Stimmen, die sich innerhalb der IKRK-Führung für eine entschiedene Haltung gegenüber dem NS-Regime und schliesslich für einen öffentlichen Protest gegen dessen System der Konzentrations- und Vernichtungslager einsetzten, allerdings vergeblich.

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