Marius Hægstad

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Lebte 1850–1927, im Alter von 77Norway
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  • Epoche
    1850–1927
    Alter 77
  • Auszeichnungen
    1
    recognised work
Zusammenfassung
Aktualisiert 25.08.2026

Marius Hægstad, eigentlich Kristofer Marius Hægstad, (* 15. Juli 1850 in Steinvågen, Borgund (heute zu Ålesund); † 21. November 1927 in Oslo) war ein norwegischer Pädagoge, Linguist, Politiker und Publizist. Seit seinen Jugendjahren in Bergen setzte er sich für die Verbreitung des (damals Landsmål genannten) Nynorsk ein, zunächst als Lehrer, Schulleiter, Lehrbuchautor und Zeitungsredakteur in Namsos und Steinkjer. In den 1890er Jahren war er für die Venstre-Partei Abgeordneter im norwegischen Parlament. Hægstad wurde 1899 auf die neu eingerichtete Professur für „Landsmål und seine Dialekte“ an der Universität Kristiania berufen. Er veröffentlichte Studien über die Dialekte von Trøndelag, Westnorwegen, Färöisch, Isländisch und das alte Norwegische auf den Shetlandinseln. In der mittelalterlichen norwegischen Schriftsprache konnte er bereits Dialektunterschiede feststellen, die bis in die Gegenwart überdauert hatten. Hægstads Einfluss auf die Sprachpolitik war beträchtlich: Die 1901 amtlich festgelegte Rechtschreibung für das Landsmål folgte seinem Vorschlag und auch an der Rechtschreibreform von 1917 wirkte er mit. Er war der erste Vorsitzende des 1906 gegründeten Landsmål-Vereins Noregs Mållag. „In seinen letzten Lebensjahren wurde Marius Hægstad als der große Sprachführer verehrt.“

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Quellen