Martin Heidegger

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Lebte 1889–1976, im Alter von 87Germany
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    Akademiker
  • Epoche
    1889–1976
    Alter 87
  • Bekannt für
    Vita Activa: The Spiri…
    2015
Zusammenfassung
Aktualisiert 21.06.2026

Martin Heidegger (* 26. September 1889 in Meßkirch; † 26. Mai 1976 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Philosoph. Er stand in der Tradition der Phänomenologie vornehmlich Edmund Husserls, der Lebensphilosophie insbesondere Wilhelm Diltheys sowie der Existenzdeutung Søren Kierkegaards, die er in einer neuen Ontologie überwinden wollte. Die wichtigsten Ziele Heideggers waren die Kritik der abendländischen Philosophie und die denkerische Grundlegung für ein neues Weltverständnis. 1926 entstand sein erstes Hauptwerk Sein und Zeit, das die philosophische Richtung der Fundamentalontologie begründete (publiziert 1927). Ab Mitte 1930 begann Heidegger mit einer Gesamtinterpretation der abendländischen Philosophiegeschichte. Dazu untersuchte er die Werke bedeutender Philosophen unter phänomenologischen, hermeneutischen und ontologischen Gesichtspunkten und versuchte so, deren „unbedachte“ Voraussetzungen und Vorurteile freizulegen. Alle bisherigen philosophischen Entwürfe vertraten laut Heidegger eine einseitige Auffassung der Welt – eine Einseitigkeit, die er als Merkmal jeder Metaphysik ansah. Diese metaphysische Weltauffassung gipfelte aus Heideggers Sicht in der modernen Technik. Mit diesem Begriff verband er nicht allein, wie sonst üblich, ein neutrales Mittel zum Erreichen von Zwecken. Vielmehr versuchte er zu zeigen, dass mit der Technik auch eine veränderte Auffassung der Welt einhergehe. So wird nach Heidegger durch die Technik die Erde vornehmlich unter dem Gesichtspunkt der Nutzbarmachung in den Blick gebracht. Wegen ihrer globalen Verbreitung und der damit verbundenen schonungslosen „Vernutzung“ natürlicher Ressourcen sah Heidegger in der Technik eine unabweisbare Gefahr. Der Technik stellte er die Kunst gegenüber und erarbeitete ab Ende der 1930er Jahre unter anderem anhand von Friedrich Hölderlins Dichtungen Alternativen zu einem rein technischen Weltbezug. In späten Texten ab 1950 widmete er sich verstärkt Fragen der Sprache. Deren geschichtlich gewachsener Beziehungsreichtum soll metaphysische Einseitigkeiten vermeiden. Heidegger versuchte, den Menschen nicht mehr als Zentrum der Welt zu denken, sondern im Gesamtzusammenhang einer Welt, die er später „Geviert“ nannte. Anstatt über die Erde zu herrschen, soll der Mensch in ihr als sterblicher Gast wohnen und sie schonen. Eine breite Rezeption machte Heidegger zu einem der einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Gleichwohl ist sein Werk inhaltlich umstritten. Vornehmlich ist sein nationalsozialistisches Engagement bis heute Gegenstand kontroverser Debatten. Heidegger war von 1933 bis 1945 Mitglied der NSDAP und 1934 eines der Gründungsmitglieder des von Hans Frank geleiteten Ausschusses für Rechtsphilosophie der nationalsozialistischen Akademie für Deutsches Recht. Durch die Publikation der Schwarzen Hefte 2014/2015 als Teil seines Gesamtwerks wurden unter anderem bisher unbekannte antisemitische Äußerungen öffentlich.

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In ihren eigenen Worten

Belegte, datierte Zitate von Martin Heidegger

Martin Heidegger
sagte
The Geschick of being: a child that plays... Why does it play, the great child of the world-play Heraclitus brought into view in the aiôn? It plays, because it plays.
The Principle of Reason (1955–1956) as translated by Reginald Lilly (1991)
Martin Heidegger
sagte
Everywhere we remain unfree and chained to technology, whether we passionately affirm or deny it.
The Question Concerning Technology (1954)
Martin Heidegger
sagte
What is peddled about nowadays as philosophy, especially that of N.S.
Introduction to Metaphysics (1953) — a publication of lectures of 1935.
Martin Heidegger
sagte
It is said that "being" is the most universal and the emptiest concept. As such it resists every attempt at definition.
Introduction: The Exposition of the Question of the Meaning of Being (Stambaugh translation)
Martin Heidegger
sagte
Every questioning is a seeking. Every seeking takes its direction beforehand from what is sought. Questioning is a knowing search for beings in their thatness and whatness.
Introduction: The Exposition of the Question of the Meaning of Being (Stambaugh translation)
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