Max von der Grün

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Lebte 1926–2005, im Alter von 79Germany
GermanyDeutschlandSchriftstellerSchriftsteller / Autor
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    15 Sprachen
    Präsenz über Sprachen hinweg
  • Epoche
    1926–2005
    Alter 79
  • Bekannt für
    The Crocodiles
    2009
Zusammenfassung
Aktualisiert 20.06.2026

Max von der Grün (* 25. Mai 1926 in Bayreuth; † 7. April 2005 in Dortmund) war ein deutscher Schriftsteller. Er gilt als maßgeblicher Antreiber der Erneuerung der Arbeiterliteratur in der Bundesrepublik. Von der Grün wuchs in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen auf, nahm am Zweiten Weltkrieg teil und geriet Anfang 1944 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Weil er arbeitslos geworden war, ließ sich von der Grün 1951 für den Ruhrbergbau anwerben und arbeitete zwölf Jahre unter Tage. Während dieser Zeit begann er Gedichte, Essays und Prosa zu schreiben. 1962 veröffentlichte er seinen ersten Roman Männer in zweifacher Nacht über verunglückte Bergleute. Zugleich gehörte er zu den Mitbegründern und prägenden Mitgliedern der Dortmunder Gruppe 61, die sich die Schaffung einer neuen „Literatur der Arbeitswelt“ zum Ziel gesetzt hatte. Aufsehen erregte von der Grün mit seinem zweiten Roman Irrlicht und Feuer (1963), da ein Maschinenhersteller versuchte, die Veröffentlichung wegen angeblicher Falschdarstellung gerichtlich zu unterbinden. Von der Grün entschied sich für ein Leben als freier Schriftsteller und erlebte seinen eigentlichen Durchbruch mit der Verfilmung seines Romans durch das Fernsehen der DDR im Jahr 1966 und die Ausstrahlung des Zweiteilers im westdeutschen Fernsehen 1968. Waren die frühen Texte von der Grüns noch stark von der eigenen Arbeitsrealität als Bergmann geprägt, entwickelten sie sich in den folgenden Jahren hin zu breiterer Gesellschaftskritik. In den Romanen Zwei Briefe an Pospischiel (1968) und Stellenweise Glatteis (1973) thematisierte von der Grün politische Kontinuitäten des Faschismus, Überwachung in Betrieben und gesellschaftliche Konflikte. Er setzte sich kritisch mit der industriellen Arbeitswelt und gewerkschaftlichen Strukturen auseinander. Einen großen Publikumserfolg erzielte er mit dem Jugendbuch Vorstadtkrokodile (1976), das die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen im Arbeitermilieu und den Umgang mit Körperbehinderung aufgriff. Daneben verfasste er Erzählungen, Reportagen und auch ein Theaterstück sowie ein Opernlibretto. Nachdem von der Grün in den 1970er-Jahren noch Bestseller gelungen waren, wurde es ab den 1980er-Jahren zunehmend stiller um ihn. Mit insgesamt elf Fernsehfilmen, die nach seinen Texten produziert wurden, zählt er gleichwohl zu den am häufigsten verfilmten deutschen Schriftstellern. Die Literaturkritik monierte an von der Grüns Werken häufig die einfache Sprache und klischeehafte Darstellungen, erkannte jedoch seine Bedeutung für die Entwicklung einer realistischen, gesellschaftskritischen Literatur der Arbeitswelt an.

In Zahlen

Score-Aufschlüsselung

Die sechs Teilsignale hinter dem Fame-Score und ihre Ränge in den Ranglisten.

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Zusammengesetzt aus Suchnachfrage, Erwähnungen, Reichweite und Vernetzung.
Score-Bestandteile
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Quellenzuverlässigkeit70,0
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Belege

Quellen