Mohammad Reza Golpayegani

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Lebte 1899–1993, im Alter von 94
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  • Epoche
    1899–1993
    Alter 94
Zusammenfassung
Aktualisiert 17.06.2026

Seyyed Mohammad Reza Golpayegani (persisch سید محمدرضا گلپایگانی, DMG Seyyed Moḥammad-Reżā Golpāyegānī; * 20. März 1899; † 9. Dezember 1993) war ein schiitischer Großajatollah, der zurückgezogen in Qom lebte, wo er in der Gebetshalle im Schrein der Fatima Masuma begraben liegt. Golpayegani wurde in einem Dorf im Schahrestan Golpayegan geboren, verlor seinen Vater mit neun Jahren und zog später in den Provinzhauptort Golpayegan. Im Alter von 20 Jahren zog Golpayegani nach Arak und studierte dort unter Ajatollah Abdolkarim Haeri Yazdi. Nachdem Yazdi die Hawza in Qom gegründet hatte, folgte ihm Golpayegani in die Stadt Qom, die nun zum theologischen Zentrum des Iran wurde. Der von der theologischen Reputation über Ruhollah Chomeini stehende Golpayegani stand dem von Chomeini entwickelten und mit der Islamischen Revolution 1979 verwirklichten Prinzip der „Statthalterschaft der Rechtsgelehrten“ zurückhaltend gegenüber. Seine quietistische Haltung verhinderte allerdings eine politische Einflussnahme. Nach Chomeinis Tod 1989 widersetzte sich der Expertenrat seiner Kandidatur als Nachfolger des Revolutionsführers und optierte stattdessen für Ali Chamenei.

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