Mohammad-Bāqer Behbahānī

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Lebte 1706–1791, im Alter von 85
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    1706–1791
    Alter 85
Zusammenfassung
Aktualisiert 11.08.2026

Mohammad-Bāqer Vahīd Behbehānī (persisch محمدباقر وحید بهبهانی, DMG Moḥammad-Bāqer Vaḥīd Behbehānī; arabisch محمد باقر بن محمد أكمل, DMG Muḥammad Bāqir b. Muḥammad Akmal, bekannt als الوحيد البهبهاني / al-Waḥīd al-Bihbahānī; geb. 1704–05 oder 1706–07 in Isfahan; gest. 1791–92 oder 1793–94) war ein bedeutender zwölferschiitischer Mudschtahid. Er war einer der Wiederbeleber der prinzipiellen selbstständigen Rechtsfindung, d. h. der Methodik der Idschtihad-Lehre. In seinem Hauptwerk Risālat al-idschtihād wa-l-achbār – der klassischen Verteidigung des Idschtihad gegen die achbaritische Herausforderung – betonte er die allgemeine Nichtverfügbarkeit von Gewissheit im ganzen Recht in der Folge der Verborgenheit (ġaiba). Er führte die Schule der Uṣūlis bzw. Uṣūliyya (Rationalisten/Ursprungsbetonte) des schiitischen Islam an und bekämpfte zusammen mit seinen Schülern erfolgreich die Schule der Achbaris (Akhbārī-Uṣūlī-Disput), die als Quelle des Rechts nur den Koran und die Überlieferungen (Hadith) anerkannte. Sein Vater und erster Lehrer, Mollā Moḥammad Akmal, war ein Schüler von Mollā Muḥammad Bāqir al-Madschlisī, er studierte auch unter Sayyed Sadr-al-Din Qomi. Einige der Schüler Wahid Behbahanis wurden große Instanzen der religionsrechtlichen Nachahmung, die die islamische Erweckungsbewegung entscheidend beeinflussten. Aus seinem theologischen Lehrkreis gingen Persönlichkeiten wie Molla Mahdi und Molla Ahmad Narāqī (geb. 1771), Scheich Dschafar Kaschif al-Ghita (gest. um 1813), Agha Sayyid Ali Tabatabai (geb. 1866), Haddsch Mohammad Ibrahim Kalbasi, Sayyid Mohammad Mahdi Bahr-ul-Ulum (ca. 1742 bis ca. 1798) und Mirza Qumi (circa 1738 bis ca. 1816) hervor. Behbahani ist der Verfasser von mehr als siebzig Büchern über Fiqh und Grundsatzlehren der Religion. Er wurde in Kerbela im Irak im Schrein von Imam Hussein begraben. Behbehani hat als „Sufi-Vernichter“ angeblich den Derwisch Ma’sum Ali Schah verhaften, vergiften und in einen Fluss werfen lassen. Nach seinem Tod wurde sein Schüler Sayyid Mahdi Bahr-ul-Ulum (um 1743–1798) zur Instanz in religiösen Fragen der Schiiten. In neuerer Zeit haben sich Hamid Algar und Robert Gleave um die Erforschung von Person und Werk verdient gemacht.

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