Nicholas J. Spykman

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Lebte 1893–1943, im Alter von 50United States
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  • Epoche
    1893–1943
    Alter 50
  • Auszeichnungen
    1
    recognised work
Zusammenfassung
Aktualisiert 14.06.2026

Nicholas John Spykman (* 13. Oktober 1893 in Amsterdam; † 26. Juni 1943 in New Haven, Connecticut) war ein niederländisch-amerikanischer Geostratege, bekannt als der geistige Urheber der Containment-Politik. Als Politikwissenschaftler war er einer der Begründer der realistischen Schule der internationalen Politik. Als Professor für Internationale Beziehungen lehrte er an der Yale University. Eines seiner Hauptanliegen war, seinen Studenten die Bedeutung von Geographie für Geopolitik zu vermitteln. Diese sei nur mithilfe der Geographie zu verstehen. Spykman veröffentlichte zwei Werke über Außenpolitik: America’s Strategy in World Politics wurde 1942 nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg veröffentlicht. Besorgt um das Mächtegleichgewicht in internationalen Beziehungen, vertrat er die These, dass der Isolationismus, der sich auf die Beherrschung der Meere zum Schutz der USA verlässt, zum Scheitern verurteilt sei. Sein Ziel war, einen Rückzug der USA wie nach dem Ersten Weltkrieg zu verhindern. The Geography of the Peace wurde ein Jahr nach seinem Tod veröffentlicht. Darin stellt er seine Geostrategie dar. Zentrale These ist, dass das Mächtegleichgewicht in Eurasien die Sicherheit der USA unmittelbar betrifft. Spykman hielt einen weltweiten Friedenszustand für unmöglich. Wegen der Vielzahl unterschiedlicher Wertvorstellungen zwischen den Ländern der Welt sei eine stabile Weltfriedensordnung, die auf gemeinsame Wertvorstellungen gegründet sei, illusorisch. Obwohl eine solche Ordnung die Sicherheitsprobleme einzelner Länder lösen könnte, glaubte er nicht, dass eine Weltgemeinschaft auf der Basis dieser Werte gegründet werden könnte. Daher betont er, dass der Frieden nur durch die ausreichend wirkungsvolle Außenpolitik eines Landes durchgesetzt werden könne, um das Risiko der Aggression anderer Länder zu minimieren. In seinen Schriften zur Geografie und Außenpolitik folgt er deterministischen Vorstellungen. Da Geografie „wegen ihrer Dauerhaftigkeit der fundamentalste Faktor“ sei, müsse die potentielle Außenpolitik eines Staates hauptsächlich ausgehend von seinen geografischen Gegebenheiten analysiert werden.

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