Nikolaus von Kues
Deutschland · Akademiker · Lebte 1401 bis 1464 · im Alter von 63
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Stimmt etwas nicht?Nikolaus von Kues [kuːs], auch Nicolaus von Cues, lateinisch Nicolaus Cusanus, auch Nicolaus de Cusa (* 1401 in Kues an der Mosel, heute Bernkastel-Kues; † 11. August 1464 in Todi, Umbrien), war ein deutscher Philosoph, Theologe, Kardinal, Mathematiker und Physiker.
Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0
Stationen eines Lebens
Fotos 8
In ihren eigenen Worten 10
Within itself the soul sees all things more truly than as they exist in different things outside itself.
A human society comes together by a general agreement in order to obey its kings.
For we see that man is a civil and political animal, and is naturally inclined to civilization.
Zur Person
Nikolaus von Kues [kuːs], auch Nicolaus von Cues, lateinisch Nicolaus Cusanus, auch Nicolaus de Cusa (* 1401 in Kues an der Mosel, heute Bernkastel-Kues; † 11. August 1464 in Todi, Umbrien), war ein deutscher Philosoph, Theologe, Kardinal, Mathematiker und Physiker. Er war schon zu Lebzeiten berühmt, universal gebildet und gehörte zu den ersten deutschen Humanisten in der Epoche des Übergangs zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit. Ihm wurde der Beiname „doctor christianus“ verliehen. In der Kirchenpolitik spielte Nikolaus eine bedeutende Rolle, insbesondere in den Auseinandersetzungen um die Kirchenreform. Auf dem Konzil von Basel stand er anfangs auf der Seite der Mehrheit der Konzilsteilnehmer, die eine Beschränkung der Befugnisse des Papstes forderte. Später wechselte er ins päpstliche Lager, das letztlich die Oberhand gewann. Er setzte sich tatkräftig für die päpstlichen Interessen ein, zeigte diplomatisches Geschick und machte eine glanzvolle Karriere als Kardinal (ab 1448), Päpstlicher Legat, Fürstbischof von Brixen und Generalvikar im Kirchenstaat. In Brixen stieß er allerdings auf den massiven Widerstand des Adels, der Äbtissin Verena von Stuben und des Landesfürsten Siegmund, gegen den er sich nicht durchsetzen konnte. Als Philosoph stand Nikolaus in der Tradition des Neuplatonismus, dessen Gedankengut er sowohl aus antikem als auch aus mittelalterlichem Schrifttum aufnahm. Sein Denken kreiste um das Konzept des Zusammenfalls der Gegensätze zu einer Einheit, in der sich die Widersprüche zwischen scheinbar Unvereinbarem auflösen. Metaphysisch und theologisch sah er in Gott den Ort dieser Einheit. Auch in der Staatstheorie und Politik bekannte er sich zu einem Einheitsideal. Das Ziel, eine möglichst umfassende Eintracht zu verwirklichen, hatte für ihn höchsten Wert, sachliche Meinungsverschiedenheiten hielt er demgegenüber für zweitrangig. Auf dieser Grundlage entwickelte er eine für seine Zeit ungewöhnliche Vorstellung von religiöser Toleranz. Dem Islam, mit dem er sich intensiv auseinandersetzte, billigte er einen gewissen Wahrheitsgehalt und eine Existenzberechtigung zu.
Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0
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