Paul Feyerabend

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Lebte 1924–1994, im Alter von 70Austria
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  • Epoche
    1924–1994
    Alter 70
  • Bekannt für
    The Trial
    1948
Zusammenfassung
Aktualisiert 21.06.2026

Paul Karl Feyerabend (* 13. Januar 1924 in Wien; † 11. Februar 1994 in Genolier im schweizerischen Waadtland) war ein österreichischer Philosoph, der vor allem durch seine Arbeiten zur Wissenschaftsphilosophie bekannt wurde. Seine akademische Laufbahn begann er als Dozent für Wissenschaftsphilosophie an der University of Bristol (1955–1958), danach wechselte er an die Universität von Kalifornien in Berkeley, an der er über drei Jahrzehnte (1958–1989) lehrte. Feyerabend gilt neben Karl Popper, Thomas S. Kuhn und Imre Lakatos als einer der bedeutendsten Wissenschaftsphilosophen des 20. Jahrhunderts. Sein berühmtestes Werk Wider den Methodenzwang erschien 1975. Hier argumentiert er, dass es keine allgemeingültigen methodischen Regeln für wissenschaftliche Untersuchungen gebe, und formuliert stattdessen eine „anarchistische Erkenntnistheorie“ unter dem Schlagwort „Anything goes“. Fragen der Wissenschaftspolitik und des Verhältnisses von Wissenschaft und Politik behandelt er in mehreren Essays und in seinem zweiten Hauptwerk, Erkenntnis für freie Menschen (1978). In späteren Schriften wie Wissenschaft als Kunst (1984), Irrwege der Vernunft (1987) und Vernichtung der Vielfalt (1999 posthum veröffentlicht) behandelt er weitere Themen an der Schnittstelle zwischen Geschichte und Philosophie der Wissenschaft, antiker Philosophie, Kunstphilosophie, Politischer Philosophie, Ethik, Medizin und Physik. Sein letztes Werk, die Autobiographie Zeitverschwendung, beendete er auf seinem Sterbebett. Der unvollendete – parallel zur Arbeit an Wider den Methodenzwang angefertigte – Entwurf einer Naturphilosophie wurde 2016 postum veröffentlicht. Dieses Werk enthält Feyerabends Rekonstruktion der Geschichte der Naturphilosophie von der homerischen Zeit bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Ferner wurde ein Teil seiner umfangreichen Korrespondenzen (u. a. mit Karl Popper, Imre Lakatos, Hans Peter Duerr und Hans Albert) nach seinem Tod veröffentlicht.

Voice

In ihren eigenen Worten

Belegte, datierte Zitate von Paul Feyerabend

Paul Feyerabend
sagte
My life has been the result of accidents, not of goals and principles. My intellectual work forms only an insignificant part of it.
Who's Who in America (1991)
Paul Feyerabend
sagte
First-world science is one science among many; by claiming to be more it ceases to be an instrument of research and turns into a (political) pressure group.
Pg iii (Intro to the Chinese Edition of AM).
Paul Feyerabend
sagte
It is clear, then, that the idea of a fixed method, or of a fixed theory or rationality, rests on too naive a view of man and his social surroundings.
Pg. 27 & 28, italics are Feyerabend's
Paul Feyerabend
sagte
Without a constant misuse of language, there cannot be any discovery, any progress.
pg. 27.
Paul Feyerabend
sagte
Rationalism... is a secularized form of the belief in the power of the word of God.
Pg 227.
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