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Rahmatallāh al-Kairānawī

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Lebte 1817–1891, im Alter von 74
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  • Epoche
    1817–1891
    Alter 74
Zusammenfassung
Aktualisiert 21.07.2026

Rahmatallāh ibn Chalīl ar-Rahmān al-Kairānawī al-Hindī (arabisch رحمة الله بن خليل الرحمن الكيرانوي الهندي, DMG Raḥmatallāh ibn Ḫalīl ar-Raḥmān al-Kairānawī al-Hindī geb. 9. März 1818 in Uttar Pradesh, gest. 1. Mai 1891 in Mekka) war ein islamischer Gelehrter aus Indien, der gegen die christliche Mission kämpfte und mehrere Streitschriften auf Urdu und Arabisch gegen das Christentum verfasste. Sie zielten darauf ab, den Nachweis der allgemeinen Verfälschung der christlichen Heiligen Schriften zu erbringen. Seine öffentliche Diskussion mit dem protestantischen Missionar Karl Gottlieb Pfander (1803–1865) in Agra im Jahre 1854 stellt einen Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen Christentum und Islam im 19. Jahrhundert dar. Nach dem Indischen Aufstand von 1857 flüchtete Rahmatallāh nach Mekka und gründete dort eine Madrasa. Sie war die erste Madrasa in Mekka, in der auch nicht-religiöse Wissenschaften gelehrt wurden. Rahmatallāh reiste mehrfach nach Istanbul und stand zu den osmanischen Sultanen Abdülaziz (1861–1876) und Abdülhamid II. (1876–1909) in freundschaftlicher Beziehung. Seine Art der Auseinandersetzung mit dem Christentum wird bis heute von vielen muslimischen Apologeten als vorbildlich betrachtet.

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Belege

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