Richard Foerster

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Lebte 1843–1922, im Alter von 79Germany
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  • Epoche
    1843–1922
    Alter 79
  • Auszeichnungen
    1
    recognised work
Zusammenfassung
Aktualisiert 20.06.2026

Richard Foerster (* 2. März 1843 in Görlitz; † 7. August 1922 in Breslau) war ein deutscher Klassischer Philologe, Archäologe und Kunsthistoriker. Er war unter anderem ordentlicher Professor für Klassische Philologie an den Universitäten zu Rostock (1875–1881), Kiel (1881–1890) und Breslau (1890–1922). In der Philologie ist er besonders als Herausgeber der Werke des spätantiken Rhetors Libanios bekannt. Weitere grundlegende Editionen lieferte er zu den Physiognomikern und dem spätantiken Rhetor Chorikios von Gaza. In der Archäologie trat er vor allem durch seine Arbeiten zur Laokoon-Gruppe und topographische Studien zu Antiochia am Orontes, Libanios’ Heimatstadt, hervor. Die Kunstgeschichte bereicherte er um Studien zur Rezeption antiker Mythen im Bild und zu schlesischen Malern. Foerster war einer der letzten Altertumsforscher, die als Vertreter einer umfassenden Altertumswissenschaft im Sinne August Boeckhs und Otfried Müllers philologische und archäologische Forschung verbanden. Die Gegenstände seiner Forschung brachte er durch rege Vortragstätigkeit einem breiten Publikum nahe. Im kulturellen Leben Breslaus seiner Zeit spielte er eine bedeutende Rolle, besonders als Vorsitzender der Schlesischen Gesellschaft für vaterländische Kultur.

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