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Said Bahaji

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Lebte 1975–2013, im Alter von 38Germany
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    Präsenz über Sprachen hinweg
  • Epoche
    1975–2013
    Alter 38
Zusammenfassung
Aktualisiert 20.06.2026

Said Bahaji (arabisch سعيد بحجي Said Bahadschi, DMG Saʿīd Baḥaǧī; * 15. Juli 1975 in Haselünne, Landkreis Emsland; † möglicherweise September 2013) ist ein deutscher sunnitischer Islamist, mutmaßlich Terrorist und Mitglied der Hamburger Terrorzelle, die an den Terroranschlägen am 11. September 2001 beteiligt war. Said Bahaji, zweites Kind der deutschen, seit 1998 im Landkreis Osnabrück lebenden, Modedesignerin Anneliese Bahaji und des marokkanischen Fernfahrers Abdallah Bahaji aus Meknès, besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit. Als er neun Jahre alt war, zog die Familie nach Meknès in Marokko, wo Abdallah Bahaji eine Plantage besaß und Anneliese Bahaji bei einem niederländischen Textilunternehmen arbeitete. In Marokko besuchten Said und seine Schwester Maryam zwei Jahre eine Privatschule und anschließend das staatliche Gymnasium Ben Allal, wo er das Abitur machte. Wegen Untauglichkeit zum Wehrdienst wurde er an der Militärakademie von Meknès abgelehnt. 1995 zog Said Bahaji nach Hamburg, wo er nach einem einjährigen Studienkolleg anfing, ab Oktober 1996 zunächst Elektrotechnik und später Informatik an der Technischen Universität Hamburg-Harburg zu studieren. Dabei lernte Mohammed Atta, in dessen Kreis Bahaji von Mounir al-Motassadeq eingeführt wurde, und Ramzi Binalshibh kennen, mit denen er gemeinsam eine Wohnung im Stadtteil Harburg bewohnte, zunächst in der Harburger Chaussee, ab November 1998 in der Marienstraße. Atta, genannt „El Amir“, war die oberste Respektsperson der wahhabitisch lebenden Gruppe. Im Oktober 1999 heiratete Bahaji, der einen Teilzeittätig bei dem Unternehmen FIMU TEC ausübte, die türkischstämmige Nese Kul, Stieftochter des Konvertiten Lutz Scholz, in der Al-Quds-Moschee Hamburg im Beisein von Binalshibh und Marwan al-Shehhi. Die Freundschaft zu diesen machte ihn der Komplizenschaft verdächtig. Nachweislich hörte er, wie auch Atta, Binalshibh und Al-Shehhi sowie Ziad Jarrah, in der Hamburger Al-Quds-Moschee zudem Predigten des radikalen islamistischen Predigers Mohammed Fazazi, als einer dessen „Musterschüler“ er galt. Laut Untersuchungen soll er als „Buchhalter“ der Gruppe fungiert haben, Mietverhandlungen geführt und Computer bereitgestellt haben. Behajis Sohn Omar wurde am 25. März 2001 in Hamburg geboren. Am 3. September 2001 flog der inzwischen im Phoenix-Viertel lebende Bahaji nach Istanbul und von dort weiter nach Karatschi, wo er am 4. September 2001, eine Woche vor den Anschlägen in New York und Washington, für eine Nacht ein Zimmer nahm und von dort aus mit al-Motassadeq telefonierte; seiner Mutter sagte er, dass er in Karatschi ein zweimonatiges Praktikum bei einer Computerfirma mache. Kurz darauf soll er laut BKA in einem Al-Qaida-Camp in Afghanistan gesehen worden sein. In Briefen an seine Angehörigen verneinte er im Jahr 2002, von den Anschlagsplanungen des 11. September gewusst zu haben. Im November 2003 telefonierte er noch mit seiner Frau, im Herbst 2005 mit seiner Mutter. Laut Information des im Juni 2010 verhafteten deutsch-syrischen Terroristen Rami Makanesi gegenüber dem Bundeskriminalamt soll sich Bahaji im Mai 2010 in Mir Ali in Wasiristan aufgehalten haben, wo er mit anderen Terrorverdächtigen aus Deutschland zusammentraf. Er soll mehrere Jahre lang unter dem Namen Abu Zuhair im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet gelebt haben. Bei Kämpfen gegen US-Truppen soll er verletzt worden sein und hinkte seither.

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