Sophia von Rom

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    201–137
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Zusammenfassung
Aktualisiert 20.06.2026

Sophia von Rom gilt als frühchristliche Märtyrin des 4. Jahrhunderts, die um 304 während der Diokletianischen Christenverfolgung, nach einer anderen Überlieferung unter Kaiser Hadrian, gestorben sein soll. Als Ort ihrer Bestattung wird in der lateinischen Tradition teils der Friedhof der Heiligen Gordianus und Epimachus an der Via Latina angenommen, teils vermutet man ihr Grab an der Via Appia. Nach der griechischen Tradition soll es an der Via Aurelia liegen. So weit driften bereits die älteren Heiligenviten oder -legenden zur heiligen Sophia auseinander. Offenkundig wurde im Laufe der Zeit die Vita der hl. Sophia von Rom teilweise mit jener der hl. Sophia von Mailand, eine historisch noch schwerer fassbare frühchristliche Märtyrin, vermischt. Ebenso ist möglicherweise eine Vermischung mit der Person, zumindest aber mit (Teilen) der Vita der Sophia von Minden geschehen. Insgesamt ist die Quellenlage zu diesen drei heiligen Frauen dermaßen dünn, dass eine Klärung im historischen Sinn nicht mehr möglich ist. Tendenziell scheint Sophia von Rom unter den drei genannten noch die Person mit der meisten historischen Substanz zu sein. Eine Ausgestaltung der vier christlichen Tugenden als historische Martyrer, nämlich Sophia als die göttliche Weisheit mit ihren drei Töchtern, die Fides (Glaube), Spes (Hoffnung) und Charitas (Liebe) versinnbildlichen, liegt jedenfalls nahe.

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