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Walter Mandler

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Lebte 1922–2005, im Alter von 83Canada
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    1922–2005
    Alter 83
Zusammenfassung
Aktualisiert 20.08.2026

Walter Mandler (* 10. Mai 1922; † 21. April 2005 in Midland) war ein führender Optik-Konstrukteur der Marke Leica und später Leiter der Entwicklungsabteilung und Vizepräsident der Ernst Leitz Canada (ELCAN Optical Technologies) in Midland, Ontario. Mandler wurde als Sohn einer deutschen Landwirtsfamilie geboren. Noch während seines Studiums an der Universität Gießen, das er mit einer Promotion „summa cum laude“ abschloss, trat er im Jahre 1947 als Objektiv-Konstrukteur in die Firma Leitz in Wetzlar ein. Im Jahre 1952 gehörte er zu einem Team von Mitarbeitern, die von Günther Leitz mit dem Aufbau der Ernst Leitz Canada (ELCAN) in Midland, Ontario beauftragt wurden. Nachdem zunächst nur ein kürzerer Aufenthalt vor Ort geplant war, entschied sich Mandler in Kanada zu bleiben. Später wurde er auch kanadischer Staatsbürger. Als Hauptbeitrag Mandlers zur optischen Technik gelten seine bahnbrechenden Arbeiten in der Anwendung des computergestützten Designs von Objektiven, die mit der bisherigen Methode des Entwurfs optischer Objektive mit Rechenschieber und Logarithmentabelle abschloss und eine neue Ära in der Objektiventwurfstechnik einleitete. In seiner Dissertation, die der bereits 57-jährige Mandler im Jahre 1979 an der Universität Gießen vorlegte, gelang ihm der Nachweis, dass auch mit monochromatisch unwirksamen Kittflächen die Schaffung hoch-auskorrigierter Doppel-Gauß-Objektive möglich ist und damit eine seit den 1920er Jahren verbreitete Auffassung zu widerlegen, dass in den beiden Hälften der inneren Menisken große Brechzahldifferenzen nötig seien, um bei diesem Objektivtyp eine optimale Bildfehlerberichtigung erreichen zu können. Diese Arbeit ist zugleich eine auf (damals) modernen Berechnungsverfahren basierende Bestätigung für Paul Rudolphs ursprünglichen Planar-Aufbau aus dem Jahre 1896 mit seinen lediglich chromatisch wirksamen Kittflächen. Von Mandler stammen die Konstruktionen von mehr als 45 Hochleistungsobjektiven für die Firma Leitz bzw. Leica, darunter die Modelle: Noctilux-M 1:1,0/50 mm Summilux-M 1:1,4/35 mm Summilux-R 1:1,4/50 mm Summilux-R 1:1,4/80 mm Summilux-M 1:1,4/75 mm Summicron-R 1:2,0/50 mm Summicron-M 1:2,0/90 mm Elmarit-R 1:2,8/19 mm Elmarit-M 1:2,8/90 mm Elmarit-M 1:2.8/135 mm APO-Telyt-R 1:3,4/180 mm

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