Eduard Wagnes

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Lebte 1863–1936, im Alter von 73Austria
AustriaÖsterreichMusikerSänger / Musiker
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  • Epoche
    1863–1936
    Alter 73
Zusammenfassung
Aktualisiert 19.06.2026

Eduard Wagnes (* 18. März 1863 in Graz; † 27. März 1936 ebenda) war ein österreichischer Kapellmeister der k.u.k. Armee und Komponist von Marschmusik. Der aus einer Grazer Musikerfamilie stammende Wagnes (der Vater war Blechinstrumentenbauer und Flügelhornist) wurde an der Schule des Grazer Musikvereins durch Florian Schantl musikalisch ausgebildet. Seine Lieblingsinstrumente waren die Blasinstrumente, vor allem das Waldhorn, das er virtuos beherrschte. Ab 1876, mit nur 13 Jahren, spielte er Waldhorn im Kurorchester von St. Radegund bei Graz, ab 1878 war Wagnes als Hornist im Orchester des Grazer Stadt-Theaters tätig, 1882 bis 1885 war er wiederholt auf Tourneen im Orchester von Eduard Strauß als Solohornist. Der Dirigent und Komponist Gustav Mahler wollte Wagnes an das königliche ungarische Opernhaus nach Budapest verpflichten. Stattdessen zog es dieser jedoch vor, die Laufbahn eines k.u.k. Militärkapellmeisters einzuschlagen. Im Jahr 1890 übernahm Wagnes als 27-Jähriger die Kapellmeisterstelle im uniformierten Grazer Bürgerkorps. Dieses Jahr markiert auch den Beginn seiner Laufbahn als Komponist. Seine berühmteste Komposition ist der Marsch Die Bosniaken kommen von 1895. Der war von Wagnes dem in Graz bzw. im Lager Lebring-Sankt Margarethen stationierten Bosnisch-Hercegovinischen Infanterie Regiment Nr. 2 gewidmet. Wagnes leitete die Militärkapelle dieses Regiments. Weiterhin bekannt sind der Flitsch-Marsch, mit dem er ein Preisausschreiben gewann und Felsenfest fürs Vaterland. Einen besonderen Bezug zu Graz hat auch der Puch-Marsch, den Wagnes Meinem lieben Freunde Herrn Johann Puch gewidmet hat, also dem steirischen Fabrikanten so Reverenz erwies. Eduard Wagnes komponierte weit über 100 Märsche, mehr als 30 Walzer, 50 Lieder und Chöre, Polkas, zwei Messen und drei Operetten, wobei letztere durch schlechte Textvorlagen als entwertet angesehen werden. Nach seinem Rückzug aus dem aktiven Militärdienst der österreichisch-ungarischen Monarchie zog sich Wagnes 1924 in sein Landhaus auf einem ca. 4 Joch großen Besitz nach Bad Gams zurück, um sich ausschließlich der Komposition zu widmen, danach übersiedelte er weiter in eine Villa in Gams Nr. 53 (später das Arzthaus von Ernst Salmhofer). Seine Villa in St. Peter bei Graz hatte er verkauft. Später wurde er in das österreichische Bundesheer übernommen und mit dem Aufbau einer Musik für das neu aufgestellte Alpenjägerregiment Nr. 9 beauftragt. Über ein Jahrzehnt leitete Wagnes den Männergesangverein Gams. Er förderte die Ortsmusik und den Kirchenchor, dem er mehrere Kompositionen widmete, darunter eine lateinische Messe und ein Vaterunser. Seinen Lebensabend konnte er, nachdem für Regimentskapellmeister der Monarchie keine Ruhegenüsse gezahlt wurden (sie waren Vertragsangestellte), durch eine kleine Ehrenpension und den Erträgen aus seinen Kompositionen absichern. Vor allem Märsche von Eduard Wagnes finden sich bis heute im Repertoire von Blaskapellen. Die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan haben den Marsch "Die Bosniaken kommen" auf CD eingespielt.

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In Zahlen

Score-Aufschlüsselung

Die sechs Teilsignale hinter dem Fame-Score und ihre Ränge in den Ranglisten.

Fame
Absteigend
37,6
Zusammengesetzt aus Suchnachfrage, Erwähnungen, Reichweite und Vernetzung.
Score-Bestandteile
Momentum0,8
Historisch5,9
Quellenzuverlässigkeit40,0
Vollständigkeit70,0
Globaler Rang
Rang im Land
Rang in der Kategorie
Belege

Quellen