Henry Vars
Polen · Auf der Karte · Musiker · Lebte 1902 bis 1977 · im Alter von 74
Henry Vars (* 29. Dezember 1902 in Warschau; † 1. September 1977 in Los Angeles; eigentlich Henryk Warszawski, später bekannt als Henryk Wars) war ein US-amerikanischer Komponist polnischer Herkunft. Vars wurde in einer musikbegeisterten jüdischen Familie in Warschau geboren.
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Enge Verbindungen
Eugeniusz Bodo Henry schrieb Neighbors und Black Pearl
Mieczysława Ćwiklińska Henry schrieb Dodek na froncie und Znachor
Adolf Dymsza Henry schrieb Bolek i Lolek und Dodek na froncieWanda Jarszewska Henry schrieb Córka generała Pankratowa (1934)
Antoni Fertner Henry schrieb Bolek i Lolek (1936)
Michał Znicz Henry schrieb Black Pearl und Pieśniarz WarszawyStanisław Sielański Henry schrieb Bezimienni bohaterowie (1932)
Józef Orwid Henry schrieb Dodek na froncie und Paweł i GawełWładysław Grabowski Henry schrieb Bolek i Lolek und Dodek na froncie
Kazimierz Junosza-Stępowski Henry schrieb Córka generała Pankratowa (1934)- Irena Skwierczyńska Henry schrieb His Excellency, The Shop Assistant (1933)
Jadwiga Andrzejewska Henry schrieb Zapomniana melodia (1938)
Maria Bogda Henry schrieb Córka generała Pankratowa (1934)- Adam Aston Gemeinsam in der Band Chór Warsa
Paweł Owerłło Henry schrieb Bezimienni bohaterowie (1932)
Tadeusz Fijewski Henry schrieb Córka generała Pankratowa (1934)
Feliks Chmurkowski Henry schrieb Bolek i Lolek (1936)
Ludwik Lawiński Henry schrieb ABC miłości und Police Chief Antek
Adam Brodzisz Henry schrieb Na Sybir (1930)
Aleksander Żabczyński Henry schrieb Córka generała Pankratowa (1934)Helena Grossówna Henry schrieb Dodek na froncie und Paweł i Gaweł
Ludwik Fritsche Henry schrieb Pieśniarz Warszawy (1934)Stanisław Grolicki Henry schrieb Córka generała Pankratowa (1934)
Maria Chmurkowska Henry schrieb Bolek i Lolek (1936)
Zur Person
Nach einem kurzen Studium an der Warschauer Akademie der Bildenden Künste wechselte er mit einem Stipendium an das Warschauer Musikkonservatorium, das er 1925 beendete. Anschließend arbeitete er als Solist und Dirigent in verschiedenen Warschauer Cabarets und Musicaltheatern. 1930 schrieb er - bereits stark beeinflusst vom Jazz - seine erste Musik für den Film Na Sybir (Nach Sibirien), einen der ersten polnischen Tonfilm(e) überhaupt. Es folgten bis 1939 ca. 50 weitere Filmmusiken, womit er etwa ein Drittel aller polnischen Filme dieses Jahrzehnts mit Musik unterlegte. Viele seiner Songs wurden Hits, vorgetragen von in Polen so bekannten Künstlern wie Eugeniusz Bodo oder Hanka Ordonówna. In seiner Bedeutung für die nationale Musikproduktion kann er bedenkenlos mit der eines Irving Berlin für die USA verglichen werden. Vars, der auch eine militärische Ausbildung genossen hatte, wurde zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in die polnische Armee eingezogen und geriet kurzzeitig in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er fliehen konnte. Anschließend begab er sich ins sowjetisch besetzte Lemberg, wo er die Jazzband Tea Jazz gründete. Ende 1941 trat er zusammen mit seinen Musikern dem Zweiten Polnischen Korps der Anders-Armee bei, mit der er dann 1943 die UdSSR verließ und nach Westen gelangte. Nach Kriegsende emigrierte er in die USA, wo er seinen Namen in Vars änderte. Zunächst schlug er sich trotz einiger Empfehlungsschreiben mit verschiedenen Hilfsarbeiten durch und lebte in Armut. Erst 1951 bekam er wieder die Möglichkeit, Filmmusik zu schreiben. Es entstanden in den folgenden Jahrzehnten Melodien und Lieder für zahlreiche Western, aber auch für B-Movies und Horrorfilme. Zu den Interpreten seiner Lieder gehörten aber auch Bing Crosby, Doris Day, Brenda Lee oder Dinah Shore. Den meisten Erfolg hatte er jedoch mit den Titelmusik für die amerikanische Fernsehserien Flipper aus dem Jahre 1963 und Daktari von 1966. Einer seiner bekanntesten Songs aus der Vorkriegszeit (Umówiłem Się z Nią na Dziewiątą) fand auch Eingang in Roman Polańskis Film Der Pianist.
Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0